Der Scheckenclub Rheinland wünscht
allen Züchtern
erfolgreiche Ausstellungen!
49. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau am 19. / 20.10. 2024
in 48361 Beelen
Veranstalter und Ausrichter: Scheckenclub Westfalen, Sektion Münsterland W711
48. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau
am 07./08.10.2023
in Nienburg/Weser
Jetzt ist hier der Gesamtbericht von Werner Winkens in der Kaninchenzeitung zur Überregionalen 2022 nachzulesen.
Der neue Standard
ist da !!!
letzte Aktualisierung:
04.11.2026
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Gesamtbericht von Werner Winkens
Fantastischer Gesamtrahmen begeisterte auf der
49. Schecken-Club-Vergleichsschau 2024
im westfälischen Beelen
Die Einbettung der Schau in unsere Philosophie
Am 19./20.10.2024 richteten die westfälischen Clubfreunde vom Scheckenclub W 711, Sektion Münsterland, zum dritten Male eine „Überregionale“ aus. Wer die beiden vorangegangenen Schauen 2002 in Harsewinkel und 2013 in Südlohn besucht hat, war sicherlich auch nach Beelen mit einer gewissen positiven Erwartungshaltung angereist, denn die beiden zurückliegenden Veranstaltungen standen für eine perfekte Organisation mit viel Ambiente. Wenn man nun berücksichtigt, dass die damals Handelnden allesamt noch immer im Einsatz waren und noch durch einige sehr agile junge Zuchtfreunde ergänzt werden konnten, war der positive Rahmen schon geebnet. 148 Züchterfreunde aus sechs Nachbarländern und natürlich dem gesamten Verbandsgebiet meldeten 1.342 Rassevertreter. Dieses gewaltige Feedback hob ZDRK-Präsident Bernd Graf insofern auch in seinem Grußwort hervor, in dem er feststellte, dass dies seit seinem Amtsantritt die größte Schecken-Club-Vergleichsschau sei, für die er ein Grußwort habe schreiben dürfen. Ergänzen darf ich als Berichterstatter diesen Satz, dass diese Zahl auch seit der Schau in Harsewinkel nicht mehr getoppt werden konnte. Welche Rassekaninchenschau kann das mit Blick auf sinkende Mitgliederzahlen und leider nachlassendem ehrenamtlichen Engagement über einen Zeitraum von 22 Jahren schon sagen?! Wir Scheckenzüchter als älteste Veranstalter von „Überregionalen“ oder „AG-Schauen“ dürfen darauf auch etwa stolz sein. Dabei spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, ob wir nun 1.342 Tiere ausstellen oder 1.100, da die Tierzahl eher ein untergeordnetes Element unserer Tradition ist. Wichtigere sind der sprichwörtlich familiäre und kameradschaftliche Zusammenhalt, die guten und vertrauensvollen Gespräche bei Kaffee und Kuchen oder am Grillstand, die geselligen Abende bei gutem Essen und Fröhlichkeit bei durchaus einem „kräftigen Schluck aus der Pulle“ und nicht zuletzt auch der Ausflug, der uns schon viele Regionen näher gebracht hat. Ach… ja, dann gibt es auch noch die Bewertung der Tiere mit Siegern und zweiten Siegern, den Teilnehmern! Für all diese Elemente stand auch diese Schau und hatte mit Florian Rolf als verantwortlichen Gesamtorganisator einen noch recht jungen Ausstellungsleiter, mit Michael Löhr, einen besonnenen und umsichtigen Pol als Vertreter, ein perfekt funktionierenden EDV-Team, einen routinierten Günter Austermann als Organisator und Moderator des Festabends und nicht zuletzt ein tolles Küchenteam um Anke Löhr. 40 selbstgebackene Kuchen sprechen eine deutliche Sprache und über die Qualität kann dem Vernehmen nach jemand berichten, der an einem Tag acht Stücke gegessen haben soll!
Ein Freitag zwischen Pferden und Kaninchen
Landgestüt Warendorf als lohnendes Ziel
Am Freitagmorgen machten sich 40 Zuchtfreunde mit dem Bus auf den kurzen Weg zur „Pferdestadt Warendorf“. Als Reiseleiter fungierte Franz-Josef Strotmeier, der dort wohnhaft ist. Zusammen mit einem Stadtführer wurden zunächst die malerische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, den Fachwerkhäusern, der historische Marktplatz und die Laurentiuskirche besichtigt. Nach einer kleinen Pause und der Einkehrmöglichkeit in eine der vielen gemütlichen Gaststätten stand natürlich auch eine geführte Besichtigung des Nordrhein-Westfälischen Landgestütes im Mittelpunkt. Seit 1826 ist die Hauptaufgabe, Pferdezüchtern qualitätsvolle und genetisch interessante Hengste zur Verfügung zu stellen und damit auch einen Zuchtfortschritt zu erzielen. Zur Kundschaft zählen heute Spitzenzuchten bzw. -ställe aus aller Welt. Rund 85 zuchtaktive Hengste stehen in den denkmalgeschützten Ställen des Gestüts und das ein oder andere wunderschöne Pferd wurde auch den Besuchern vorgeführt. „Halla“, eines der wohl weltbekanntesten und besten Springpferde ziert heute als Bronzestatue das acht Hektar große und weitläufige Gelände und ist stets Motiv für alle Besuchergruppen. „Halla“ trug 1994 und 1995 Hans Günter Winkler zur Weltmeisterschaft und 1956 und 1960 zum Olympiasieg und hat damit Sportgeschichte geschrieben. Dem Gestüt ist heute die Deutsche Reitschule angegliedert und Zentrum der Berufsreiterei und bietet Fortbildungs- und Prüfungslehrgänge für viele Facetten der Reiterei. Auch wenn Sonderveranstaltungen wie die Warendorfer Hengstparaden oder die Symphonie der Hengste jedes Jahr tausende Besucher in das Gestüt locken, hat uns die individuelle Führung doch tiefe Einblicke in eine Welt gegeben, die uns nur „von einem deutlich niedrigeren materiellen Niveau her“ bekannt sein sollte.
Besonnene Bewertung und Kataloge schon während des Klönabends
Am frühen Freitagmorgen begrüßte der Ausstellungleiter die anwesenden Preisrichter und Helfer in der geräumigen und hellen Axtbachhalle in Beelen. Leider war es noch wenige Tage vor der Schau zu einigen Absagen von Preisrichtern gekommen, so dass in diesem Jahr nur gut die Hälfte der amtierenden Preisrichter und Obleute Scheckenzüchter waren. Tatsächlich hatte ich auch den Eindruck, dass sich einige etwas schwer taten, die „Linie“ zu finden. Beschweren darf man sich darüber jedoch nicht, weil längst nicht alle Clubs ihr Preisrichterpotential ausschöpfen. Persönlich muss ich gestehen, dass ich auch nicht unbedingt ganz hinter dem „Modell der eigenen Preisrichter“ stehe, denn letztlich haben alle Preisrichter die gleiche Aus- und Fortbildung genossen, stoßen auf ihren örtlichen Schauen auch auf Schecken und eins ist unumstößlich: Kein Mensch ist fehlerlos und jeder trifft seine Entscheidungen im Rahmen eines Ermessensspielraumes! Als Obleute fungierten in diesem Jahr Benjamin Freitag, Peter Hölzer, Jens Jadischke, Detlef Beckers und Wolfgang Linnert, so dass jede der fünf Preisrichtergruppen ihren Obmann hatte. Ferner gab es für jede Preisrichtergruppe einen „Läufer“ zwischen Bewertungstisch und EDV. So gelangten die fertigen Urkunden sehr kurzfristig in die EDV und es konnten sofort z.B. auftretende Unklarheiten oder Fehler abgeklärt werden. Auch die Preisvergabe war bis auf die Abstimmung bei Punktegleichheit ausschließlich bei der EDV angesiedelt. Diese Gesamtabwicklung lief wie am Schnürchen. Erstmals hatte man auch das Wagnis unternommen, den Katalog vor Ort zu drucken und mehr noch: Alle Siegerfotos wurden eingefügt. Die fixen Seiten wie Deckblätter und Werbung wurden im Vorfeld erstellt und nur die variablen Seiten eingefügt.
Am frühen Freitagabend fand in einem liebevoll dekorierten Teilbereich der Halle der westfälische Abend statt und in kurzer Zeit waren die 230 Plätze besetzt. Vielfach drängten sich die Aussteller sogleich um die Aushänge mit den Ergebnissen der Meisterschaft, der Sieger und Meister. Kaum eine Stunde später wurden die ersten noch „warmen Kataloge“ verteilt und gegen 22.00 Uhr hatten alle Züchter ihr Exemplar. Das war in dieser Größenordnung schon eine fantastische Leistung und trug die Handschrift von Louis Sonnabend, der sowohl sein Knowhow als auch die Technik zur Verfügung gestellt hatte. Dieser Abend wäre aber auch ohne eine ganze Reihe fleißiger Damen nicht möglich gewesen. Bereits nachmittags hatten sie begonnen, überaus reichhaltig mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten belegte Vesperteller herzurichten und zu garnieren. In wenigen Minuten wurden sie dann an die Anwesenden verteilt. Sichtlich schmeckte es Allen und man brauchte auch schon den ein oder anderen Absacker, um noch Platz für das letzte Mettwürstchen zu schaffen. Anschließend begann das große Stühlerücken mit den Zuchtfreunden, die man oftmals ein Jahr nicht gesehen hatte. Natürlich bot auch der bereits vorliegende Katalog viel Gesprächsstoff, so dass die Stunden bis nach Mitternacht wie im Fluge vergingen.
Ein Samstag von der „Schokoladenseite“
Ja, wenn man von einer prächtigen Halle, vielen Gästen bei der Eröffnungsfeier, einer fantastischen Bewirtung zu zivilen Preisen, einem sehr würdigen neuen Ehrenringträger und einem stimmungsvollen Züchterabend sprechen bzw. berichten darf, muss man das schon als die „Schokoladenseite“ der Scheckenzucht bezeichnen! Aus Verlautbarungen vieler Funktionäre, Besucher und anderer Züchter hört man immer wieder, dass sich in diesem Rahmen unser jährlicher „Treff“ deutlich von vielen anderen Veranstaltungen abhebt. Tradition bewahren, muss nicht uncool sein!
Die Eröffnung mit Ehrenringverleihung an Jens Jadischke
Es war dem Clubvorsitzenden Michael Löhr vergönnt, über 200 Besucher bei der Eröffnung am Samstagmorgen in der Axtbachhalle in Beelen begrüßen zu dürfen. An der Spitze standen mit Rolf Mestekemper der Bürgermeister der Gemeinde Beelen und der Landesverbandsvorsitzende der Westfälischen Rassekaninchenzüchter, Peter Hölzer jr. Mit Bernd Lohöfer-Marotz, Reinhard Bruns und Manfred Kloppe waren auch Vertreter der regionalen Rassekaninchenzucht der Einladung gefolgt. Auch Hermann Höflich als Ehrenvorsitzender des Scheckenclubs W 711 wurde ebenso herzlich begrüßt wie der Sprecher des Arbeitskreises, Thomas Schmidt. Als „verdiente Träger der Scheckenzucht“ begrüßte er die Ehrenringträger Heinz Wendt, Erik Mücke, Jacob Albrecht, Ewald Dietz, Werner Winkens, Reinhold Ellenberg, Wolfgang Knuth und Hermann Höflich, die in geselliger Runde einen ganzen Tisch einnahmen. Michael Löhr richte ausdrücklichen Dank an sein Organisationsteam und an die vielen fleißigen Helfer in der Halle und vor allem in der Küche, am Grillstand und hinter der Theke. Bürgermeister Mestekemper war auch voll des Lobes, dass seine Gemeinde Gastgeber dieses bedeutenden Ereignisses der Kleintierzucht sein dürfe. Er habe sich davon überzeugen können, dass Scheckenkaninchen nicht nur faszinierendes Beispiel für Vielfalt und Schönheit der Natur seien, sondern auch ein Symbol für Engagement und Leidenschaft vieler Aussteller. Letzteres war natürlich für den Landesverbandsvorsitzenden Peter Hölzer Steilvorlage, auf die geplante Novellierung des Tierschutzgesetztes einzugehen, das unter Umständen diese Leidenschaft gerade in der Scheckenzucht stark einschränken könnte. Er erläuterte die Bemühungen des ZDRK-Vorstandes im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens hierauf im Sinne der Rassekaninchenzucht noch Einfluss zu nehmen. Als Landesverbandsvorstand sei er natürlich glücklich darüber, dass der sehr engagierte westfälische Club diese Veranstaltung offensichtlich wohl zur vollsten Zufriedenheit seiner Gäste ausrichten könne. Arbeitskreissprecher Thomas Schmidt schloss sich diesen lobenden Worten an und konnte in diesem Tenor gleich in der Laudatio für den neuen Träger des „Goldenen Schecken-Ehrenrings“, unserem Züchterfreund Jens Jadischke, fortfahren. Es gebe wohl keinen anderen so erfolgreichen Züchter der Deutschen Riesenschecken und Rheinischen Schecken (zweimal Europameister, dreimal Europachampion, 11 mal Deutscher Meister, 12 mal Bundessieger, 16 mal Rassemeister auf der „Überregionalen“ und 33 mal Landesmeister in Hannover), dem bisher diese Ehrung angetragen worden sei. Hinzu komme sein vielfältiges Wirken im Verein, Kreisverband und Club in vielen Funktionen. Seine ganz persönliche Art, das Positive eines zu beurteilenden Kaninchens hervorzuheben, habe ihn zu einem beliebten Preisrichter und noch mehr zu einem auch umsichtigen Preisrichterobmann und Funktionsträger in der Preisrichtervereinigung Hannover gemacht. Zuletzt habe er auch als Ausstellungsleiter der „Überregionalen 2023“ sein Organisationsvermögen unter Beweis gestellt. So sei es nicht verwunderlich, dass er bis hin zur Landesverbandsebene alle Ehrungen erfahren durfte und es fehle „nur“ noch die Anerkennung seiner Gesamtleistung zum Wohle der Scheckenzucht, nämlich die Verleihung des „Goldenen Schecken-Ehrenrings“. Gefühlsmäßig sichtlich bewegt nahm Jens Jadischke die Ehrung entgegen und dankte den anwesenden Züchterfreunden für die hierdurch erwiesene Anerkennung seiner Person und seines Wirkens. Sodann gesellte er sich in den Kreis der schon anwesenden Ehrenringträger und nahm die zahlreichen Glückwünsche entgegen.
Zum Festabend, statt „zum Lachen in den Keller“
Günter Austermann war bereits Ausstellungsleiter der „Überregionalen“ vor 11 Jahren in seiner Heimatstadt Harsewinkel. Nun hatte er dort die Organisation und Abwicklung des Festabends in einer geräumigen und sehr gut ausgestatteten Mehrzweckhalle übernommen. Als exzellenter Conferencier führte er kurzweilig durch den Abend, dem rund 230 Züchter beiwohnten. Zur Bedienung hatte er eine Reihe junger Damen als Service-Team gewonnen, die allesamt Mitglieder „seines W 14“ waren. Das angebotene reichhaltige Buffet fand umfassenden Zuspruch und anschließend wurden in zwei Blöcken die hohen Preise vergeben. Hier konnte Günter Austermann eindrucksvoll seine Routine ausspielen, denn bei solchen Anlässen gilt es, einen gewissen Stil zu wahren, andererseits aber auch Ehrungen nicht langatmig zu moderieren. Der ein oder andere flotte Spruch zu diesem oder jenem Preisträger kam jedenfalls prima an! Die „Play Back Piraten“ brachten schließlich ordentlich Stimmung in den Saal und das Repertoire reichte von Kerstin Ott bis hin zu karnevalistischen Liedern aus dem Rheinland. Mitsingen, Polonaise, Tanz und das ein oder andere Gebraute waren Merkmale eines sehr kurzweiligen Abends, der für fast alle Gäste erst deutlich nach Mitternacht endete.
Die Bestleistungen
An erster Stelle muss man hier die Clubmeisterschaft hervorheben, die Mannschaftsleistung für die zurückliegende Saison. Hier siegte in diesem Jahr der Scheckenclub Baden mit 1.170,5 Pkt. vor Westfalen mit 1.170,0 Pkt. und Württemberg/Hohenzollern mit 1.167,5 Pkt. Auf den Plätzen folgten Bayern, Hannover und West-Sachsen. Die beste Gesamtleitung der Schau zeigte Günter Haußler (Zwergschecken, thüringerfarbig-weiß, 584,0 Pkt.). Es folgten Marielle & Philippe Eckstein (Englische Schecken, blau-weiß, 584,0 Pkt.), Erik Büscher (Englische Schecken, schwarz-weiß, 583,5 Pkt.), Michael Löhr (Englische Schecken, schwarz-weiß, 583,5 Pkt.) und Louis Sonnabend (Zwergschecken, schwarz-weiß, 582,5 Pkt.). Die Rassemeister und -sieger werden in der folgenden Rassekritik genannt. Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang, dass jeder Aussteller und auch Preisrichter dieser Überregionalen als Gastgeschenk eine sehr schön gestaltete Erinnerungsmedaille erhielt.
Die Rassen in der Kritik
69. Landesschau am 7./8. Dez. 2024
Züchterische Erfolge durch prima Mitarbeit deutlich aufgewertet!
Der Landesverband richtete wieder unter Mitwirkung zahlreicher Helfer aus den Kreisverbanden seine Landesschau mit 2.065 Tieren auf dem Rittergut Birkhof aus. In den lichtdurchfluteten Hallen des ehemaligen Gartenzentrums gelang wieder eine perfekte Demonstration der rheinischen Rassekaninchenzucht. Angeschlossen war in diesem Jahr auch die 1. Rassebezogene Europaschau für die Rasse Satin. Nach vielen Jahren gelang es den Clubmitgliedern wieder einmal alle Landesmeistertitel zu holen, die in den Punktscheckenrassen vergeben wurden, auch wenn durchaus eine noch bessere Beteiligung geboten und möglich wäre. So wurden Frank Verhufen und Hans Günter Michel mit 384,5 bzw. 384,0 Pkt. Landesmeister bei den DRSch, schw.-weiß, bzw. bei den RhSch. Tiere anderer Clubzüchter fehlten gänzlich. Bei den KlSch, schw.-weiß sah es schon deutlich besser aus. Erich Pries, Hermann Josef Straeten und Walter Willems stellten immerhin vier Zuchtgruppen. Dabei überragten die Tiere von Walter Willems wie schon auf der „Überregionalen“ und LV-Clubschau deutlich. Mit stattlichen 387,5 Pkt. wurde er Landesmeister, stellte mit 97,5 Pkt. einen Klassensieger und ferner wurde ihm für die viertbeste ZG der gesamten Schau die Franz Jakobs Erinnerungs-Medaille verliehen. Aber auch die Tiere von Hermann Josef Straeten konnten prima gefallen und wer wie Erich Preis noch mit 93 Jahren ausstellen kann, ist ohnehin Sieger. Obwohl eine ZG fehlte sahen wir mit vier ZG bei den ESch, schw.-weiß, auch eine reine Konkurrenz unter Clubzüchtern. Hier wurde Werner Winkens mit 385,5 Pkt. LM und stellte den Klassensieger. Es folgten Franz-Josef Temme und Franz-Josef Thelen. Anschließend stellte Bruno Surrey mit 383,0 Pkt. eine ZG ESch, dreifarbig.
Den größten Erfolg erzielten wir aber in der Mitarbeit, die einfach erforderlich ist, um eine solche Großveranstaltung auszurichten und deshalb unbedingt einmal herausgestellt werden sollte. Vielleicht ist es auch Ansporn für solche Mitglieder, die sich hier eher zurückhalten. An erster Stelle dürfen wir stolz darauf sein, dass Detlef Beckers als Landesverbandsvorsitzender die „Fäden zusammenhält“ und seine Frau Giuditta das Küchenteam nicht nur organisiert, sondern jeden Tag von früh bis spät im Einsatz ist. Walter Willems als Konditormeister ließ sich als Bratwurströster entfremden. Norbert Schellen und Franz-Josef Temme waren für den Getränkeausschank eingeteilt. Peter und Michael Berretz und Bruno Surrey gehörten zum Aufbau-, Fütterungs- und Abbauteam und Werner Winkens sorgte mit Franz-Josef Temme für die Ausschmückung der Halle. Man stelle sich mal vor, jedes dritte Clubmitglied im Landesverband oder gar jedes dritte Mitglied im Landesverband würde eine LV-Schau durch Mitarbeit unterstützen?!
Werner Winkens
42. Landesverbands Clubschau des
LV Rheinischer Rassekaninchenzüchter e.V.
am 02. November 2024
in 53894 Mechernich-Kommern
Großartige Landesclubschau mit 3. Platz im Clubwettbewerb
Am 2.11.2024 richtete die Abteilung der Clubs im LV erstmals unter Mitwirkung der einzelnen Clubs eine Landesclubschau aus. Sie fand in Mechernich-Kommern statt und vom Aufbau bis zum Abbau fand der LV-Stand stets zahlreiche Helfer, was der LV-Clubvorsitzende in seinen Begrüßungsworten auch sehr lobend hervorhob. Bei einer stattlichen Tierzahl von 464 beteiligte sich unser Club leider nicht sehr rege und nur fünf Mitglieder stellten ihre Tiere. Dies aber mit sehr gutem Erfolg! Vor allem im Clubwettbewerb erzielte der Scheckenclub mit vorher getippten 10 Tieren stattliche 966 Punkte und wurde damit Drittplatzierter. Das herausragende Ergebnis erzielte hierbei Walter Willems mit seinen Kleinschecken, schwarz-weiß, der mit seinen Tieren in der ZG 387,5 Pkt. erzielte und damit die zweitbeste Leistung auf der gesamten Schau zeigte und Landesclubmeister wurde. Dies wurde im Rahmen der Siegerehrung auch mit der Goldenen Medaille des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW honoriert. Seine äußerst typvollen Tiere zeigten zudem auch einen sehr guten Rassewert und konnten damit sein Spitzenergebnis auf der Überregionalen 14 Tage zuvor voll bestätigen! Auch Werner Winkens zeigte mit seinen Englischen Schecken, schwarz-weiß prima Tiere und wurde mit 386 Pkt. ebenfalls Landesclubmeister. Aber auch die Tiere von Franz-Josef Temme konnten mit 383 in dieser Rasse überzeugen. Bruno Surrey stellte eine ZG der Englischen Schecken, dreifarbig, aus, machte 382 Pkt. und konnte damit ebenso zu dem sehr guten Mannschaftsergebnis beitragen wie auch Hans-Günter Michel mit seinen Rheinischen Schecken, die feine 384 Pkt. machten.
Da die gesamte Veranstaltung großartig organisiert und in einem äußerst ruhigen und besonnen Rahmen stattfand und nicht zuletzt auch eine sehr gute Verpflegung geboten wurde, kann man abschließend dem Organisations- und Helferteam ein großes Lob aussprechen. Vielleicht kann diese positive Kritik auch dazu beitragen, dass in zwei Jahren die nächste Veranstaltung noch mehr Aussteller und Besucher findet. Das Potential ist jedenfalls da!
Werner Winkens
49. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau
in Beelen
Am 17. Oktober 2024 brachen wir mit unseren Tieren auf, um sie im Nachbarlandesverband zu präsentieren. Nach einer für die Scheckenfamilie ungewohnten kurzen Anreise erwartete uns eine Ausstellung, die meines Erachtens das Prädikat vorzüglich verdient. Unter der Leitung von Florian Rolf und Michael Löhr wurde uns ein Wochenende geboten, dass keine Wünsche offen ließ. Eine familiäre, ruhige Atmosphäre zog sich durch die vier Veranstaltungstage. Nachdem unsere Tiere, in der sehr geräumigen, gut belüfteten und lichtdurchfluteten Halle untergebracht waren und wir nach kurzem Smalltalk mit den Züchterfreunden aus allen Teilen der Republik im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf einen kurzen Marsch zum Griechen. Dort ließen wir den Abend feucht-fröhlich ausklingen. Hierfür noch mal Dank an Werner Winkens, der das alles wieder hervorragend organisiert hatte.
Am Bewertungstag waren einige Clubmitglieder zur Mitarbeit auf der Ausstellung eingeteilt. Andere erkundeten mit der organisierten Tour oder eigenständig die Umgebung von Harsewinkel. Später konnten wir dann auf dem Westfälischen Abend bei einer deftigen Wurstplatte die Ergebnisse der Bewertung begutachten.
Hier konnten wir folgende V–Tiere für den Club Rheinland verbuchen: Rheinische Schecken 1x 97 und 1x 97,5 Punkte von Franz Josef Thelen. Walter Willems folgte mit Kleinschecken schwarz–weiß 2 × 97 und 1x 97,5 Punkten. Anne Feegers erreichte einmal 97 Punkte mit Kleinschecken schwarz-weiß. Nun folgte Werner Winkens mit 1x 97 Punkte für Englische Schecken, schwarz–weiß.
Leider konnten in diesem Jahr unsere Zuchtfreunde, Frank Verhufen, Deutsche Riesenschecken, Rainer Aust, Kleinschecken, schwarz–weiß und blau–weiß, Franz Josef Thelen, Englische Schecken, schwarz–weiß, Englische Schecken, dreifarbig, Franz Josef Temme, Englische Schecken, schwarz–weiß und Peter Berretz, Englische Schecken, blau–weiß keine V–Tiere laut Preisrichterurteil vorstellen. Alle weiteren Ergebnisse des Scheckenclubs Rheinland könnt ihr dem Bericht von Werner Winkens entnehmen, der in Kürze erscheinen wird.
Am Samstag fand der große Züchterabend mit Siegerehrung in Harsewinkel statt. Hier wurden Franz Josef Thelen als dritter Rassemeister, Rheinische Schecken 483 Punkte und in der gleichen Rasse für die Beste 0.1 mit 97,5 Punkten ausgezeichnet. Ferner sicherte er sich bei den Englische Schecken, dreifarbig den dritte Rassemeister.
Mit 484,5 Punkten konnte Walter Willems den zweiten Platz der Rassemeisterschaft bei den
Kleinschecken schwarz-weiß und die Sieger Häsin 0.1 mit 97,5 Punkten sein Eigen nennen.
Nach einem hervorragend organisierten Züchterabend, bei dem so mancher seine Hüft-, Knie- und Rückenprobleme vergaß, mussten wir uns leider am Sonntagmorgen von unseren Gastgebern verabschieden.
Walter Willems
Kleinschecken-Züchtertreffen am Niederrhein
Trotz Regenwetters fand am 23.03.2024 wieder das Kleinschecken-Züchtertreffen des Scheckenclubs Rheinland in der Stallanlage von Reiner Aust statt. Neben den Zucht- und Nachzuchttieren von Reiner Aust wurden auch wieder mitgebrachte Tiere besprochen und getauscht. Der rege Erfahrungsaustausch war nicht nur für die Neumitglieder im Club sehr interessant. Auch die Verpflegung war, wie immer, fantastisch!!. Zuchtfreundschaften und die Zusammenarbeit in der Zucht sind ein Schwerpunkt der Clubarbeit und wurde hier wieder praktisch unter Beweis gestellt. Der Termin für das nächste Kleinschecken-Züchtertreffen im nächsten Frühjahr steht schon fest und wird dann wieder mit Spannung erwartet.
Jahreshauptversammlung des Scheckenclub Rheinland am 18.02.2024, ganz im Zeichen von Ehrungen und Neuwahlen
Der erste Vorsitzende Philipp Wawrzyniak-Kottig konnte, bis auf drei krankheitsbedingt fehlende Mitglieder, alle Mitglieder, sowie den ersten Landesverbandsvorsitzenden Detlef Beckers, in Grevenbroich begrüßen
Bei den üblichen Jahresberichten wurde mit viel Lob auf das vergangene Zuchtjahr eingegangen.
Dann hatte Walter Willems, als zweiter Vorsitzender, die Ehre zwei verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Er begann mit Hans-Günter Michel, der in diesem Jahr nicht nur seinen 80. Geburtstag feierte, sondern gleichzeitig unserem Club 25 Jahre angehört. Seine herausragenden Eigenschaften sind Ruhe, Besonnenheit, Zurückhaltung und Hilfsbereitschaft. Ein Glück für uns, dass er sich Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts für den Scheckenclub Rheinland entschied und nicht nach Rheinland Nassau abwanderte. Waren doch die Wege zu den Versammlungen immer sehr weit für ihn, dem Mann aus dem Ahrtal. Von Beruf stieg er vielen Menschen als Schornsteinfeger aufs Dach. Er brachte den Menschen, denen er begegnete, schon von Berufs wegen viel Glück. Seit er im Club Mitglied ist, widmete er sich der Zucht der Rheinischen Schecken und erzielte tolle Erfolge auf Landesschauen, aber auch auf Clubschauen. Die Zuchtfreunde vom Scheckenclub Rheinland hoffen auf noch viele schöne Jahre und wünschen unserem Zuchtfreund Hans-Günter weiterhin gute Erfolge in der Zucht und bedanken uns für 25 Jahre Treue zum Club.
Anschließend hielt Walter Willems eine Laudato über Werner Winkens, der seit nunmehr 40 Jahre dem Scheckenclub Rheinland die Treue hält und zu dessen Entwicklung er maßgeblich beigetragen hat. Wie mit einem Paukenschlag meldete sich im Jahr 1979 ein 22-jähriger dynamischer Züchter auf der Bühne des Landesverband Rheinland und mischte die alten Hasen gewaltig auf. Auf Anhieb stellte Werner Winkens die beste Zuchtgruppe mit damals hervorragenden 381,5 Punkten, was ihm den Titel Landesmeister, sowie einen Minister-Ehrenpreis einbrachte. Damals war auch der Titel Landesmeister noch wertvoller, standen doch tatsächlich 80 Englische Schecken in schwarz-weiß in der Konkurrenz. Ein Glück, dass er damals schon vorher seiner Freundin und späteren Frau Helga bei einem der ersten Dates berichtete, dass er ein „komisches Hobby“ habe. Sie kam aber auch aus einer Züchterfamilie, so konnte die Reise weitergehen. Werner trug maßgeblich dazu bei dem „komischen Hobby“ ein neues Image zu geben und einen frischen Wind in die Scheckenkaninchenzucht zu bringen. Sei es durch das Schreiben interessanter, mit tollen Bildern gespickter, Fachberichte im Dkz oder Internet, als fachlicher Berater der Standard Fachkommission oder als Organisator von vier Scheckenclub-Vergleichsschauen. Seinem Landesmeister Titel von 1979 folgten noch etliche Titel, bei Clubmeisterschaften, aber auch bei überregionalen Meisterschaften. Landessieger, Bundessieger, Siegertiere auf überregionalen Scheckenclub-Vergleichsschauen, um nur einige zu nennen. Im Arbeitskreis der Scheckenzüchter ist er als graue Eminenz, als kompetenter, fachlich präzise argumentierender Berater in Standardfragen, aber auch in Rechtsfragen tätig. Vor 40 Jahren fand er seinen Weg zum Scheckenclub Rheinland und wir sind ihm unendlich dankbar für die Arbeit, die er bis jetzt für uns geleistet hat.
Nach diesen Ehrungen konnten wir dann noch ein neues Mitglied im Club aufnehmen. Hermann Josef Straeten aus Wachtendonk widmet sich schon seit Jahren der Zucht der Kleinschecken, schwarz-weiß und blau-weiß und möchte ab der kommenden Ausstellungsaison unseren Club unterstützen. Die Mitglieder freuen sich den amtierenden Landesmeister mit Kleinschecken schwarz-weiß im Club begrüßen zu dürfen.
Zur Neuwahl des Geschäftsführers und Referent für Öffentlichkeitsarbeit ist Folgendes zu berichten: Da Werner Winkens schon vor acht Jahren angekündigt hatte, dass er das Amt des Geschäftsführers und des Referenten für Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr weiter ausüben möchte, stellte er sich nicht mehr zur Wahl. Rainer Aust stellte sich dann als Schriftführer zur Wahl und wurde einstimmig gewählt. Hierfür danken wir ihm sehr. Die restlichen Aufgaben wird der Vorstand übernehmen.
Der Club einigte sich darauf eine Clubjungtier-Tischbewertung am 29. Juni 2024 in Kamp-Lintfort durchzuführen. Hierbei soll der Preisrichter eine öffentliche Bewertung durchführen. Die Tierzahl für jeden Aussteller wurde auf vier Tiere pro Rasse und Farbenschlag begrenzt. Auf dieser Ausstellung soll auch unsere nächste Versammlung stattfinden.
Der LV-Vorsitzende Detlef Beckers gab dann noch Termine bekannt:
Landesverbands-Clubtagung am 7. April 2024 im Mercator Hotel Gangelt,
Landesverbands-Tagung am 5. Mai 2024
Landesschau am 7/8.Dezember 2024
Landesverbands-Clubschau 2./3. November 2024 in Mechernich.
Unser Club wird wieder mit circa 20 Personen zur Überregionalen Scheckenclub-Vergleichsschau am 19./20. Oktober 2024 nach 48361 Beelen fahren. Die Zimmer hierzu sind schon bestellt.
Nach einer Stärkung entließ der erste Vorsitzende die anwesenden Mitglieder mit „gut Zucht“.
Walter Willems