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Der Scheckenclub Rheinland wünscht allen

Züchtern erfolgreiche Ausstellungen!

 

Termine

Vorschau 2026

Ausstellungsordnung.pdf
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50. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau am 11./12.10.2025

in der Rhön-Markt-Halle,

Maiengraben 2, 36129 Gersfeld

Liste Preisträger 50. CVS Gersfeld 2025
Preisträger Gersfeld 2025-1.pdf
PDF-Dokument [61.2 KB]
Katalog 50. CVS in Gersfeld 2025
Katalog 50.ÜSVS Gersfeld.pdf
PDF-Dokument [24.6 MB]

49. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau am 19. / 20.10. 2024

in 48361 Beelen
Veranstalter und Ausrichter: Scheckenclub Westfalen, Sektion Münsterland W711

Katalog 49. Überregionale Scheckenclubvergleichsschau 2024
Katalog 49. ÜSVS W711 Münsterland 2024.p[...]
PDF-Dokument [18.3 MB]

48. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau

am 07./08.10.2023

in Nienburg/Weser

Katalog CVS 2023
48. Scheckenclub-Vergleichsschau Gesamtk[...]
PDF-Dokument [6.2 MB]
Katalog Scheckenclubvergleichs- schau 2022 in Königsmoos
Katalog CVS 2022 Königsmoos.pdf
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Der neue Standard

ist da !!!

Wir freuen uns über die Wahl zur Homepage des Monats!

letzte Aktualisierung:

23.11.2025

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Aktuelles

50. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau in Gersfeld

- Eine Ausstellungsform als Vorreiter für alle Spezialclubs im ZDRK-

 

Am 11./12. Oktober 2025 richtete der Scheckenclub Bayern, Sektion Unterfranken, und der Scheckenclub Hessen-Nassau diese Jubiläumsschau in Gersfeld/Rhön aus. Ausstellungsort war die Rhönmarkthalle, in der schon viele „Überregionale“ anderer Spezialclubs und regionale Schauen stattgefunden haben. Warum, wurde schon beim ersten Betreten dieser Holzbinderhalle klar. Sehr angenehmes Klima, gute Lichtverhältnisse und ausreichend Platz waren Merkmale einer tollen tiergerechten Ausstellungshalle. Wenn dann noch wie in diesem Fall mit viel Liebe eine schöne Dekoration eingebracht wurde, Ausschank und Verpflegung stimmten, war Wohlfühlstimmung für die 147 Aussteller und diversen Gäste an den Ausstellungstagen gesichert. Hinzu kam eine geradezu begeisternde Tierzahl von 1.378 Punktschecken. Damit wurde wiederholt unterstrichen, dass sich die Scheckenclubzüchter dem leider vielfach anzutreffenden negativen Trend in der Rassekaninchenzucht deutlich wiedersetzten.

Da heute fast alle Spezialclubs mit ihren Rassen dieser erfolgreichen Ausstellungsform gefolgt sind, sollte auch einmal auf den Ursprung zurückgeblickt werden:

1970 erfolgte ein Verkauf einer Rheinischen Scheckenhäsin vom damaligen Vorsitzenden des Scheckenclubs Mühlheim-Ruhr Ferdi Wagner (linkes Bild) an Dieter Kaufeld (rechtes Bild) vom Scheckenclub Hessen-Nassau. Beide lernten sich 1972 auf der Bundesschau in Essen persönlich kennen und es keimte der erste Gedanke an eine bundesweite Scheckenschau. Es erfolgten gegenseitige Besuche und Gespräche von Scheckenzüchtern beider Landesverbände. Auf der Bundesschau im Februar 1974 in Stuttgart wurde der Besprechungskreis in diesem Sinne auf andere Landesverbände ausgedehnt… mit richtungsweisendem Erfolg! Diese Ausstellungsform gab es bisher auf ZDK-Ebene nicht. Da es auch noch keine ZDK-Clubsatzung gab, fehlten nähere Bestimmungen zu so einer Schau. So wurde dann der damalige Präsident des ZDK Kurt Binder über die Absichten informiert, der aber grundsätzlich keine Konkurrenz zu Landes- und vor allem Bundesschauen haben wollte. Offenbar konnte man ihn aber doch irgendwie von der Schau überzeugen, so dass die „1. Bundesoffene Scheckenschau“ am 14./15.09.1974 in der Gaststätte von Ferdi Wagner, dem Freizeitheim, in Essen-Schonnebeck mit immerhin 305 Punktschecken, ausgestellt von 44 Züchtern, stattfand.  Ein Jahr später erfolgte mit großem Anklang und einer deutlichen Tiersteigerung auf 454  die 2. Schau ihrer Art in Hanau.  1978 schafften es die Spezialzüchter nach jahrelangen Bemühungen unter Federführung des damaligen ZDK-Clubobmannes Manfred Rommel, eine erste Satzung zur Vereinheitlichung und Förderung des Clubwesens auszuarbeiten. Ein Kernpunkt war, dass es Vergleichsschauen von Clubs gleicher Rassen aus verschiedenen Landesverbänden geben darf. Damit war die „Bundesoffenen Scheckenschau“ legalisiert und erfolgte ab 1979 unter dem satzungskonformen Namen „Offene Scheckenschau“ und ab 1985 bis heute unter dem Namen „Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau“. Die Beliebtheit dieser Veranstaltung stieg rasant und 1986 wurde erstmals die 1000er-Marke geknackt. 2012 fand in Rottweil die bisher größte Veranstaltung ihrer Art mit 1.773 Punktschecken statt. Im Lauf der Jahre wurde die Schau auch deutlich internationaler und viele Scheckenzüchter aus benachbarten Ländern sind heute Mitglied in deutschen Scheckenclubs und stellten zunehmend auch aus. Nachdem die Schau zweimal wegen RHD bzw. Corona ausfallen musste, feierte diese im Jahre 2025 im LV Hessen-Nassau in Gersfeld  mit wiederum stattlichen 1366 Tieren ihr 50-jähiges Jubiläum.

Über Ausflugsprogramm Deutschland kennenlernen

Traditionell findet auf der „Überregionalen“ am Freitagmorgen als Rahmenprogramm ein Ausflug in der Region der Gastgeber statt. Da die Clubvereinigung erfreulicherweise bisher fast immer neue Ausrichter in unterschiedlichen Regionen gefunden hat, kann man bei regelmäßiger Teilnahme auf diese Weise und vielfältige Regionen in ganz Deutschland kennenlernen. Das ist neben dem Geselligen für manche Aussteller aber vor allem mitgereister Partner ein wichtiges Argument, diesen Ausflug jedes Jahr zu buchen. Bezeichnenderweise lautete das Motto in diesem Jahr: „Ein Herbsttag im Naturpark Rhön“. Die Teilnehmer des voll besetzten Reisebusses kamen voll auf ihre Kosten, denn sie erlebten eine eindrucksvolle Natur und Einblicke in die geschichtliche Kultur einer Region, in der die Überregionale bisher noch nie Gast war. Über den heilklimatischen Kurort Gersfeld mit seinem imposanten Schloss führte die Fahrt zunächst über die Hochrhön mit ihren wenig bewaldeten Gipfel, die im herbstlichen Nebel lagen. Erste Station war das Schwarze Moor, eines der größten Hochmoore Europas. Es zählt heute als eines der schönsten und streng geschützten Geotopen Bayerns zur Kernzone im UNESCO-Biosphärenreservat. Holzstege führten durch die einzigartige Landschaft. Weiter ging die Fahrt nach Ostheim. Eine Führung brachte die größte und besterhaltene Kirchenburg Deutschlands mit dem Herzstück der Michaeliskirche näher. Zur Mittagzeit veranschaulichte dann ein Videofilm die geschichtlichen Epochen der Rhön bis hin zu den heutigen touristischen Reizen. Kaffee und Kuchen durfte natürlich auch nicht fehlen. Am Nachmittag ging es auf die 950 Meter hohe Wasserkuppe, dem höchsten Berg Hessens und der Rhön. Dabei konnte die ehemalige Radarkugel besichtigt werden, die in der Zeit des Kalten Krieges bis 2004 von den Briten, den Amerikanern und der Bundeswehr zur Luftraumüberwachung genutzt wurde. Drei Gedenk-Stelen erinnern an diese Zeit. Leider verhinderte etwas diesiges Wetter die ansonsten großartige Aussicht. Die Aussicht auf vielleicht mit guten Ergebnissen ausgefüllte Bewertungsurkunden war dann auf der Rückfahrt beherrschendes Thema.

 

Bewertung mit persönlicher Note der Ausstellungleitung

Grundsätzlich sollen bei der „Überregionalen“ Preisrichter, die im Club auch Schecken züchten, die Bewertung der Tiere vornehmen. Da aber nicht in ausreichendem Umfange Preisrichter durch die Clubs gemeldet waren, bzw. vereinzelt auch nicht die Billigung der Ausstellungsleitung fanden, blieb also nur grundsätzlich die Möglichkeit, schon aus Kostengründen aus dem Umland der Schau bewährte Preisrichter zu nehmen, was auch in den letzten Jahren regelmäßig der Fall war. Und, jetzt kommt die zitierte „persönliche Note der Ausstellungleitung“ zum Tragen, es wurden auch vier Preisrichter aus Österreich und Luxemburg verpflichtet und „oberhalb“ der Obleute (Bernd Graf, Marco Zinke, Detlef Beckers, Peter Janisch und Markus Eber) wurde eine Bewertungskommission in Person von Günter Möller für Tiere mit 97,5 Pkt. und mehr installiert. Das war durchaus schon ein überraschender „Paukenschlag“ am frühen Freitagmorgen! Was das gebracht hat, versuche ich rein sachlich zu beantworten. Spontan kam von vielen Ausstellern die emotionale Antwort: „Weniger Punkte gegenüber Vorjahren“. Ja, das stimmt. Der deutlich überwiegende Teil der Rassemeisterschaften ging mit weniger Punkte weg als in den vergangenen Jahren. Auch bei der Clubmeisterschaft brauchte man bei 10 Tieren in diesem Jahr 5,5 Pkt. weniger und die besten Gesamtleistungen bei 5 Tieren lagen auch im Schnitt rund 2 Pkt. niedriger als im Vorjahr. Ob das aber nur auf die genannte Konstellation zurückzuführen ist, erscheint mir fraglich und recht spekulativ. Aber, liebe Aussteller, Leserinnen und Leser, ist das denn wirklich so schlimm? Kann die Antwort nicht auch lauten: „Unsere Schecken wurden in diesem Jahr mit einer etwas globaleren Sichtweise von immerhin drei Mitgliedern der ZDRK-Standardfachkommission, vier Europarichtern aus Nachbarländern und recht vielen Preisrichtern, die keine Scheckenzüchter waren, eher unvoreingenommen beurteilt.“ Die ein oder andere diskutable Entscheidung haben diese sicherlich ebenso getroffen, wie Preisrichter vergangener Jahre. Ungeachtet dessen bin ich mir als langjähriger Beobachter der Szene dennoch recht sicher, dass es künftig eine Bewertung in dieser Konstellation wohl auch schon aus Kostengründen nicht mehr geben wird.

Leider wurde die gesamte Bewertung deutlich erschwert und in die Länge gezogen, weil viele Ummeldungen dem Vernehmen nach durch einen Absturz des EDV-Systems nicht in den ausgedruckten Urkunden erfasst waren. Die jeder Preisrichtergruppe zugeteilten Läufer zwischen Preisrichter und EDV mussten so ihrem Namen mehr als gerecht werden. Apropos „Läufer“. Haben Sie auf den Bildern die „gelben und roten Männer“ zwischen den Preisrichtern gesehen. Die gelben Leibchen kennzeichneten die Zuträger und die roten Leibchen die Läufer. So unternahmen „unerwünschte Zaungäste“ der Bewertung erst gar nicht den Versuch, die Bewertung zu stören… ein sehr gelungener Schachzug!

 

Entspannter Rhöner Abend

Eine Gruppe der Züchter und Gäste kam sehr beeindruckt von der Rundfahrt durch die Highlights der Rhön zurück. Eine Gruppe war geschafft von der Bewertung und eine Dritte hatte den Tag in Fulda oder mit einem Spaziergang in der buntgefärbten Natur verbracht. Vereint trafen sich so am frühen Freitagabend rund 180 Personen in der inzwischen schön dekorierten Halle bzw. dem für diese Feier abgetrennten Raum. Alle vereinte eins: Ein freudiges Wiedersehen nach einem Jahr, viele Gespräche und natürlich auch ein Blick auf die Bewertungsurkunden und die Gesamtergebnisse. Zur Stärkung wurde ein zünftiges Knödel-Gulasch-Essen gereicht und nach einigen Absackern entfiel die letzte Anspannung, so dass es schnell harmonisch Mitternacht wurde.

 

Eröffnung und Ehrenringverleihung

Am Samstagmorgen war die Ausstellungshalle gut gefüllt. Der schon für den Vorabend abgetrennte Bereich war bis auf den letzten Platz besetzt, als Ausstellungleiter Josef Steinack die Ehrengäste, Gäste und Scheckenfreunde aus dem In- und Ausland herzlich begrüßte. Anlässlich dieses Jubiläums eingangs auch der verstorbenen Züchterfreunde zu gedenken, war eine bewegende Geste und stellvertretend für die Verstorbenen nannte er den ersten Ehrenringträger Heinz Andreas und den unvergessenen Heinz Öhrlich. Im Folgenden erinnerte Josef Steinack natürlich auch an die Anfänge und die rasante Entwicklung dieser Ausstellungsform, die heute für viele Clubs auch anderen Rassen fester Bestandteil im Ausstellungskalender ist. Weiter führte er aus, dass man besonders stolz darauf sein könne, dass gegen den allgemeinen Trend in der Rassekaninchenzucht regelmäßig noch sehr viele Deutsche Riesenschecken ausgestellt werden. Einen ausdrücklichen Dank richtete er an die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Präsident Bernd Graf erinnerte daran, dass Punktschecken in der rund 150-jährigen Geschichte der Rassekaninchenzucht schon immer eine feste Größe und Anziehungspunkt auf Ausstellungen seien. Dabei verwies er auf zwei persönliche Fotos von antiken Bodenfliesen aus dem Mittelalter, die er im Königspalast im spanischen Sevilla gemacht habe und punktgescheckte Kaninchen abbilden. Der Wandel der Tierzucht über die Jahrhunderte bis zur nachhaltigen Landwirtschaft in der heutigen Zeit sei eine kulturelle Errungenschaft, die man auch gegen fortwährende Angriffe vermeintlicher Tierschützer verteidigen müsse. Dabei sei es auch seine Aufgabe, Änderungen des Tierschutzgesetztes aufmerksam und kritisch zu verfolgen. Auch er dankte dem gesamten Team für die Abwicklung dieser Schau und warb abschließend für die anstehende Bundesschau in Karlsruhe. Da Ullrich Hartmann als Ausstellungsleiter dieser Schau mit seiner Frau Ute ebenfalls angereist waren, konnte natürlich spontan die aktuelle Meldezahl präsentiert werden. Schließlich überbrachte Ute Hartmann als Schriftführerin der ZDRK-Clubabteilung die Grüße der Abteilung. Dabei betonte sie, dass die Scheckenclub-Vereinigung besonders stolz darauf sein könne, dass seit Jahrzehnten stabile Tierzahlen jenseits der 1000er-Mark erzielt werden. Sie selbst habe einige Jahre Kleinschecken gezüchtet und von daher noch ein gewisses Faible für Schecken. Deshalb händigte sie schließlich auch zwei ZDRK-Clubmedaillen für die nächste Überregionale an Jens Günther aus, die in den Rassen Kleinschecken und Rheinische Schecken zur Erinnerung an zwei ihrer Mentoren, nämlich Dieter Heuschele und Gerhard Lang, ausgespielt werden sollen. Günter Möller, Technischer Leiter im DPV und „Lokalmatador“, entschuldigte zunächst seinen Landesverbandsvorsitzenden Thomas Happel. Er bedankte sich bei den Preisrichtern und insbesondere bei den vier amtierenden ausländischen Preisrichtern für die Bewertung der Tiere am Freitagmorgen und auch dafür, dass er selbst als langjähriger Scheckenzüchter hieran noch einmal habe teilnehmen dürfen. Mit Blick auf den Standard 2018 hätte er sich aber mehr homozygote Tiere gewünscht. Schließlich war es dem Bürgermeister der Stadt Gersfeld, Dr. Steffen Korell, vergönnt, die Schau zu eröffnen. Dabei lobte er die Vielfalt und Schönheit der ausgestellten Tiere und erhoffte sich für die Besucher und Aussteller eine angenehme Erinnerung an die einzigartige Naturlandschaft der Rhön. Lorenz Grußler, Landesverbandsclubobmann von Bayern, Lukas Henkel vom Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Fulda, Thorsten Ruppert vom Fleckviehverband Gersfeld als Hausherr der Halle und last but not least Michael Krause, Redakteur vom HK-Verlag, wohnten ebenfalls der Eröffnung bei, die nun mit der Verleihung des Goldenen Schecken-Ehrenrings seinen Höhepunkt fand.

Es war nun Jan-Hennig Andresen vom Arbeitskreis der deutschen Scheckenzüchter vergönnt, diese Ehrung vorzunehmen. Dabei sah man dem Laudator wirklich die Herzlichkeit, ja Fröhlichkeit an, mit der er die passenden Worte für Walter Willems vom Scheckenclub Rheinland fand, die sich aus folgendem Steckbrief ergaben:

 

Walter Willems

wurde am 13.12.61 geboren und wohnt in Simmerath, im Eifelörtchen Hechelscheid hoch über dem Rursee. Er ist seit 1986 mit Maria Willems verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Seit 1987 ist er engagierter und begeisterter Konditormeister. Zuchtfreunde die die „Überregionale“ oder die ZDRK-Tagung in Monschau besucht haben, haben im Cafe´ Kaulard in Monschau „seinen“ Kuchen gegessen. Seit 1990 ist er im Gesellenprüfungsausschuss der Handwerkskammer Aachen und war Fachdozent im Berufsbildungszentrum Aachen. Aktuell bereitet er sich auf den verdienten Ruhestand vor.

Es gibt auch Hobbys neben der Rasse-Kaninchenzucht! Von 1990 bis 2005 hat er an zahlreichen Marathonläufen und Kurztriathlons teilgenommen. „Brennholzmachen“, Kettensägen-Schnitzen, Radfahren, Schwimmen, Reisen mit dem Bulli und die Pflege von Züchterfreundschaften sind Hobbys, die heute keine Langeweile aufkommen lassen.

Der Rasse-Kaninchenzüchter: Vater und Opa waren schon Riesenschecken-Züchter und Vater Christian war Jahrzehnte Kreisverbandsvorsitzender und Landes-Jugendleiter im Rheinland. Walter trat 1968 in den Verein R 204 Mausbach ein, dem er noch heute angehört und von 2013 bis 2021 Vorsitzender. Erste Rasse waren Hermelin RA. 1973 kam der erste „Kontakt“ mit Schecken durch Erwerb einer tragenden Englischen Schecken-Häsin zustande. Drei Jahre später stellte sich das erste v-Tier aus. 1976 trat er in den Scheckenclub Grenzland… später Scheckenclub Aachen ein. Seit 1992 bis heute ist er Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Hauptclubs bzw. des Scheckenclubs Rheinland nach Zusammenführung der drei Sektionen. 2006 oblag ihm die Organisation der Arbeitstagung der deutschen Scheckzüchter in Monschau mit über 60 Delegierten und Ehrengästen wie dem Bürgermeister und dem Landesverbandsvorsitzenden, der übrigens diese gelungene Veranstaltung im Carat-Hotel zum Anlass nahm, hier auch eine ZDRK-Bundestagung auszurichten Seit 1993 übt er ferner verschiedene Vorstandsämter im KV Aachen-Süd aus.

Seit 1986 züchtet er Kleinschecken, schwarz-weiß, mit Ausgangstieren von Franz Unali und Alois Gasteiger. „Überregionale“ beschickt er seit 1990 und hatte hier fünf Siegertiere, einen Schausieger und war zweimal Rassemeister. Regelmäßig nimmt er  an  Landesverbands- und Landesverbandsclubschauen teil, war 12 x Landesmeister und hatte zahlreiche Siegertiere und errang zweimal die höchste Auszeichnung aller Aussteller. Als Mitarbeiter bewährte er  sich auf über 25 Landesverbandsschauen, war in der Ausstellungsleitung von zwei Überregionalen im Rheinland (Rommerskirchen und Rheinberg) und einer Landesclubschau. Selbst trug er die Verantwortung auf der Überregionalen in Monschau, die jedem sicherlich noch aufgrund der kurzen Wege in Erinnerung ist. Unterbringung der Züchter und Festabende waren in einem Hotel und der sehr stimmungsvolle Züchterabend bleibt unvergessen.

Bei solchen Aktivitäten blieben zahlreiche Ehrungen nicht aus: Er ist Ehrenmitglied des Vereins, des Scheckenclubs und der LV-Clubvereinigung und Träger der Goldenen Ehrennadel in Verbindung mit dem Titel Altmeister des Landesverbandes Rheinland.

Bei diesem „Lebenslauf in Verbindung mit der Rasse-Kaninchenzucht“ fehlt nur noch etwas hervorzuheben, nämlich, dass was Walter Willems in höchstem Grade auszeichnet. Es ist seine ruhige, besonnene, kameradschaftliche, hilfsbereite, freundschaftliche und ehrliche Umgangsform. Sicherlich zählt er deshalb auch zu den beliebtesten Züchterfreunden in unseren Reihen.

Sehr gerührt von diesen Worten nahm Walter Willems die Ehrung und anschließenden Glückwünsche der zahlreichen Gratulanen entgegen.

Den Zuchtfreunden verblieben noch einige Stunden in der Ausstellunghalle bei vielen Gesprächen, dem ein oder anderen Getränk mit selbst zubereiteten Speisen und leckeren Kuchen aus eigener Herstellung. Dank an die gute Küche! Natürlich wurde auch zur Verbesserung der Zucht das ein oder andere Tier getauscht oder ein späterer Tausch nach der Ausstellungssaison festgezurrt. Wie eigentlich immer herrschte eine wohltuende Atmosphäre unter Gleichgesinnten bis schließlich gegen 16.00 Uhr die Glocke läutete, um sich auf die Abendveranstaltung, dem Züchterabend, vorzubereiten.

 

Versammlung im Zeichen von Neuwahlen

Am Samstagnachmittag fand noch eine Versammlung des Arbeitskreises statt. In erster Linie standen Wahlen an. Thomas Schmitt stellte sich nicht mehr zur Wahl und wurde aufgrund seines langjährigen Engagements als Arbeitskreissprecher mit einem Weinpräsent verabschiedet. Einstimmig wurde Marcus Turk zu seinem Nachfolger gewählt und Louis Sonnabend zum ersten Beisitzer, Schriftführer und Kassierer. Schließlich erfolgte noch eine kurze „Manöverkritik“ zur laufenden Schau.

 

Ein etwas verhaltener Züchterabend

Der Züchterabend fand in einem modernen, hellen und freundlich gestalteten Dorfgemeinschaftshaus, dem Vom-Steinrück-Haus in Gersfeld, Stadtteil Poppenhausen, statt. Rund 220 Zuchtfreunde genossen nach der Begrüßung durch Josef Steinack hier ein Buffet, das für jeden Geschmack etwas bot. Der Ausschank oblag dem örtlichen Betreiber und die Getränke wurden zu sehr zivilen Preisen angeboten. Anschließend fand die Siegerehrung für die erfolgreichsten Clubs, Gesamtsieger, Rassemeister und Rassesieger statt. In diesem Zusammenhang ist noch hervorzuheben, dass jeder Aussteller dieser Schau eine wunderschön gestaltete Jubiläumsmedaille erhielt, die sicherlich für „eingefleischte“ Aussteller einen Ehrenplatz in der Vitrine einnehmen wird.

Obwohl aufgrund der Erfahrung der letzten Jahrzehnte die Scheckenzüchter beachtlich „Feierbiester“ sind, schaffte es „Der Dicke aus der Clique“, ein Sänger im Stile der Mallorca-/Ballermannmusiker nicht ganz, seine Stimmung auf das Publikum zu übertragen. Schade, denn schunkelnd und singend, diesen oder jenen Gag mitmachend, war schon oft ein Selbstläufer auf zurückliegenden Veranstaltungen. So war es der „Scheckenmarille aus Fürth“ (Gerhard Reizhammer) vorbehalten, etliche Züchterfreunde  bei einem Rundgang durch den Saal witzig und vor allem wortgewandt zu begrüßen. Auf der Bühne wurden dann viele Züchterfreunde mit lockeren Sprüchen und lustigen Ratschlägen „auf den Arm genommen“ und erhielten als Auszeichnung einen goldenen Scheckenhasen. Davor konnte sich selbst „Steinadler“ Josef Steinack nicht schützen, dessen Lebensleistung für die Scheckenzucht hervorgehoben wurde und Kritiker es schwer haben würden, ihm nachzueifern. Gesellig und mit viel Stühlerücken zwischen den einzelnen Clubs, mit dem ein oder anderen Siegesgetränk und guten Vorsätzen für die Zukunft, vergingen die Stunden.

 

Die Bestleistungen

Der wichtigste Wettbewerb für die Clubs ist natürlich die Mannschaftsleistung mit den besten 10 Tieren eines Clubs. Zum wiederholten Male sicherten sich die Clubfreunde aus Baden diesen Wettbewerb mit 1.165 Pkt. Dicht gefolgt mit einem Punkt Rückstand kamen gleichauf die Clubs von Württemberg-Hohenzollern, vom Rheinland und aus Westfalen ins Ziel. Den 5. Platz belegte der Scheckenclub Westsachsen, Erzgebirge. Noch enger ging es bei den besten Gesamtleistungen eines Züchters zu. Hier setzten zwei Zwergscheckenzuchten ein deutliches Ausrufezeichen. Günter Haußler und Jens Günter erzielten jeweils 581,5 Pkt. mit ihren thüringerfarbig bzw. havannafarbig-weißen Zwergen. Mit nur einem halben Punkt Rückstand und 581,0 Pkt. folgten Jean-Claude Kormann (ESch schw-weiß), Anne Feegers (KlSch schw-weiß) und Erik Büscher (ESch schw-weiß).

 

Die Rassen in der Kritik:

Schon der Präsident lobte in seinem Grußwort den deutlichen Anstieg der Deutschen Riesenschecken gegenüber der letzten Schau um 117 auf 434 Rassevertreter. Auf den schwarz-weißen Farbenschlag entfielen dabei stattliche 310 Tiere. Dabei hatten zwei Züchter schon zusammen 41 Tiere gemeldet. Lobend muss ich zunächst feststellen, dass die Ausstellungsleitung bei der amtierenden Preisrichtergruppe fünf Preisrichter installierte, um zu vermeiden, dass eine kleine Anzahl Tiere von einer anderen Gruppe hätte bewertet werden müssen. Es war schon ein Erlebnis entlang der langen Gehegereihen überwiegend typvolle Tiere mit gutem Gewichtsrahmen, markanten Köpfen, prima Ohrstrukturen und immer besser werdenden Seitenzeichnungen zu sehen. Pauschal hatte ich aber auch den Eindruck, dass in diesem Jahr viele Tiere im Fellhaar noch deutlich unfertig waren und recht „struppig“ aussahen. Das wirkt sich natürlich dann auch auf die Abgrenzung der Zeichnungsfarbe zur Grundfarbe und auch auf  den farblichen Glanz aus. Dies bestätigte sich später auch bei der Betrachtung der Bewertungsergebnisse und es wurde immerhin 18x die „17,5“ oder „18.0“ vergeben, allerdings auch teilweise aufgrund „etwas übertriebenem Schaufertigmachen“.  Leider wurde auch in immerhin fünf Zuchten festgestellt, dass zumindest bei jeweils einem Tier das Normalgewicht noch nicht vorhanden war und dies gar bei Tieren von Januar. Das sollte „Spezialzüchtern“ nicht passieren! Diese Zeilen machen deutlich, dass durchaus Ansatzpunkte vorhanden waren, mit den Punktezahlen etwas zurückhaltend zu sein. So machten auch nur 8 Tiere -und das von 8 verschiedenen Züchtern- vorzüglich, was später unter den Züchtern zu einigen Diskussionen führte. Keinesfalls führte diese durchaus kritische Bewertung meines Erachtens aber dazu, dass die „falschen Tiere“ vorzügliche Noten erhielten und die Meisterschaft zum Glücksfall wurde. So wurde wie im Vorjahr Ludwig Maier mit 483 Pkt. 1. Rassemeister mit seinen kräftigen, sehr gut gebauten Tieren, deren Gewicht bis 8 kg betrug. Einen entsprechenden herausragenden Typ mit tollen Läufen und sehr guten Zeichnungsmerkmalen verkörperte seine Siegerhäsin (97). Wie schon auf mehreren der letzten Schauen setzte sich auch wieder Jerome Caprasse in der Spitzengruppe der Züchter als 3. Rassemeister mit ebenfalls 483 Pkt. fest. Der äußerliche Rahmen war durchaus mit den Tieren von Ludwig Meier vergleichbar. In den Zeichnungsmerkmalen sah man aber ein etwas feineres Zeichnungsbild in der Schablone und das, ohne Farbe zu verlieren. Die ZGM Gutheber/Röck schaffte es mit nur acht in allen Positionen sehr gleichmäßigen Tieren auf den 2. Platz (ebenfalls 483 Pkt.). Da ich bei der Bewertung der Tiere anwesend sein durfte und sich aus einer gewissen Distanz einige Dinge, wie Läufe und Ohrstrukturen sehr gut beurteilen lassen, glaube ich sagen zu können, dass sich die Läufe in den letzten Jahr sehr verbessert haben. Man sieht kaum noch Tiere, die „durchtreten“ oder etwas dünne Läufe zeigen. Einen ausgezeichneten Gesamteindruck  hinterließen auch die Tiere von Holger Dahlem, Markus Mayer und Gerd Christan Pohlmann und folgten dem Spitzentrio. Mit der einzigen 19,5 in Position 2 wurde schließlich der Siegerrammler (97) von Mario Pfeifer hervorgehoben. Bei den Tieren von Patrick Leist musste man nicht zum ersten Male für die tollen Ohrstrukturen mit einer Länge von bis zu 19 cm stehen bleiben. Mit einem vollen Rassewert von 15/15/15 zeigte Jürgen Erdmann den Spitzenwert. Nach meinem Empfinden hätte die Abstufung in der Kopf- und Rumpfzeichnung etwas größer sein dürfen und ich habe mir bei machen Tieren gefragt, warum vor allem in der Kopfzeichnung mit wirklich tollen Zeichnungsmerkmalen „nur“ die „14,5“ stand und manche Tiere vor allem mit recht groben Merkmalen auch die „14,5“ bekamen. Mit den bereits zuvor Genannten wurden im Übrigen auch schon alle genannt, die ein v-Tier hatten. Zusammenfassend sahen wir eine breit geschichtete hochklassige Konkurrenz, dessen Spitze wohl im Laufe der Ausstellungssaison auch nochmal einen Punkt mehr machen kann.

 

Auch die 80 gemeldeten Deutschen Riesenschecken, blau-weiß, stellten einen wahren Spitzenwert dar, obwohl 14 Tiere nicht eingeliefert wurden. Ein Spitzenwert in der Bewertung konnte aber nicht erzielt werden. So kamen nur 20 Tiere auf 96 und mehr Punkte. Bei der Betrachtung bestätigte sich dieses eher durchschnittliche Ergebnis. Im Größen- und Gewichtsrahmen konnten sie überwiegend nicht an die schwarz-weißen Rassevertreter heranreichen. Eine deutliche Ausnahme hiervon stellten die Tiere der ZGM Gutheber/Röck mit einigen Tieren nahe an die 8 kg dar. Auch in Körperform, Typ und Bau standen sie mit zweimal 19,5 klar an der Spitze und hätten die Konkurrenz wohl auch gewonnen, wenn sie nicht versäumt hätten, bei den Tieren die Geschlechtsecken zu säubern. So verloren sie die entscheidenden Punkte in Pos. 7. Wie ich später feststellen konnte, verkrafteten sie das mit einem Lächeln und Humor, waren sie doch in beiden anderen Farbenschlägen erfolgreich. In der Preisrichtergruppe wurde in der Körperform recht deutlich differenziert. Neben sehr guten Werten wurden schmale Tiere, Rassevertreter mit eckigen Hinterpartien oder schlechtem Auftritt auch deutlich mit der „17,5“ oder „18“ abgestuft. Nicht nur im Fellhaar sah man zum wiederholten Male tolle Tiere von Marcus Kling, der auch hier die einzige „19,5“ erhielt. Die Häsin hatte auch einen ganz hervorragenden Rassewert und wurde sehr verdient mit 97 Pkt. die Siegerhäsin. In der Rassewertung erzielte er den 2. Platz. Vor ihm platzierte sich Stephan Brodehl mit prima Rumpfzeichnungen und vor allem sehr sauberen Farben. Letzteres konnte schon im vergangenen Jahr herausgestellt werden. Dies waren auch die herausragenden Merkmale seines v-Rammlers. Den Siegerrammler mit 97 Pkt. stellte aber mit einer besseren Körperform Werner Panten. Damit sind auch die Züchter genannt, die je ein v-Tier hatten. So reichten für Olaf Braunholz 479 Pkt., um mit in allen Positionen recht ausgeglichenen Tieren den 3. Platz in der Rassemeisterschaft zu belegen. Hermann Abeling stellte auch einen homozygoten blauen Deutschen Riesenschecken aus, der 96 Pkt. machte.

 

Wie schon bei den anderen Farbenschlägen konnten in diesem Jahr auch die Deutschen Riesenschecken, havannafarbig-weiß, mit 51 Tieren eine hervorragende Meldezahle nachweisen. Aber dann fehlten auch hier 11 Tiere. Dazu kamen noch drei nb-Tiere, so dass dann die schöne Meldezahl schon deutlich getrübt wird. So kamen nur 4 Zuchten in Frage, die überhaupt für die drei Meistertitel konkurrieren konnten. Thomas Hengeler stellte eigentlich wie immer zahlreiche Tiere aus, die aber recht uneinheitlich waren. Von 16 Tieren hatten zwar immerhin sieben eine 19er Körperform. Daneben saßen dann aber auch mehrere mit recht deutlichen Abstufungen. Andere, die in Form und Fell gefallen konnten, waren in der Kopf- und Rumpfzeichnung recht schwach, so dass dreimal 96,5 Pkt. und zweimal 96 Pkt. in die 481,5 Pkt. einflossen, die zum 2. Platz in der Rassemeisterschaft führten. Hans Ströhle kam mit seinen fünf Tieren, die in den Positionen 2 und 3 sehr gut gefielen, allerdings in den Zeichnungsmerkmalen Wünsche offen ließen, mit 477 Pkt. auf den 3. Platz. Herausragend waren dagegen die Tiere der ZGM Gutheber/Röck. Beginnend mit einem satten Gewichtsrahmen von 7 bis 7,5 kg, überwiegend sehr guten Körperformen, kräftigen Läufen, fünfmal 19er Fellhaar und dem deutlich besten Rassewert erzielten sie vorzügliche 484 Pkt. in der Meisterschaft, die übrigens höchste Punktezahl von allen Deutschen Riesenschecken! Von den vier v-Tieren machte natürlich auch ein Tier den Sieger. Die wuchtige Häsin mit Läufen, die jedem Rammler gut zu Gesicht gestanden hätten, machte 97 Pkt. und bestach in allen Positionen. Ein wirklich tolles Gesamtbild dieser Zucht in einem eher schwach präsentierten Farbenschlag.

 

Mit 135 Rheinischen Schecken waren zwar ein paar Tiere mehr gemeldet als im Vorjahr, doch rund 20 fehlende Tiere relativierten diese Zahl deutlich. Ja, die Rheinischen Schecken befinden sich in einer zahlenmäßigen aber auch qualitativen Delle. Der zahlenmäßige Abschwung ist wohl darauf zurückzuführen, dass einige vormals führende Züchter die Rasse nicht mehr züchten, nicht mehr ausstellen, oder leider zwischenzeitlich verstorben sind und nachrückende dieses Lücke nicht schließen konnten. Die qualitative Delle ist in erster Linie an zwei negativen Merkmalen festzuhalten: Zum einen gibt es kaum noch einen einheitlichen Farbton. Entweder bevorzugt man den dunklen, um nicht zu sagen braunen bis havannafarbigen Gelbton oder die Tiere sind hellgelb, geradezu blass und ohne Glanz.  Klar lässt der Standard eine gewisse Spanne zu, die aber nach meiner Auffassung nach beiden Seiten schon fast überschritten wird, ohne dass dies in der Bewertung Niederschlag findet. Negative Bemerkungen findet man allenfalls für das deutliches Überwiegen einer Zeichnungsfarbe oder für leichte Durchsetzung mit weißen Haaren. Noch deutlicher ist zum anderen das zweite negative Phänomen und in mehr oder weniger starker Ausprägung in allen Zuchten vorhanden. Das sind vor allem bei den Rammlern die dünnen Läufe und schlechte (lange) Auftritt. Selbst der Siegerrammler blieb davon meines Erachtens nicht verschont. Im Gegensatz zu manch anderen Rassen sind zwar die Läufe bei den Rheinischen Schecken nicht explizit beschrieben, aber dann gilt eben der Allgemeine Teil der Bewertungsbestimmungen auf Seite A-18. Doch nun weiter zu den ausgestellten Tieren. Der Gewichtsrahmen wurde überwiegend im mittleren Bereich zwischen 3,3 und 3,4 kg erreicht. Dass es in Position 2 noch großen Handlungsbedarf gibt, wurde auch aus der Bewertung deutlich. Knapp 30% der Tiere erhielt die „19“, aber auch mehr als 15% kam nicht über die „18“ hinaus. Mit viermal 19 bei fünf ausgestellten Tieren erzielte hier Robert Müller den Bestwert. Die besten Fellhaarträger zeigte zweifellos Richard Schnarr und zwei Tiere wurden sogar mit einer „19,5“ hervorgehoben, darunter der schon zuvor bezeichnete Siegerrammler. Die Siegerhäsin stellte Rosemarie Schrapp mit 97 Pkt,, wobei Position 2 mit 19,5 hervorgehoben wurde. In der Kopfzeichnung sah man vereinzelt die Idealnote. Bei der Rumpfzeichnung wurde dann die „Luft sehr dünn“. Hermann Höflich und Dennis Hinderer hatten je ein Tier mit der vollen Punktezahl. Das ist allerdings bei dieser Rasse durch die Zweifarbigkeit äußerst schwer, denn zusammenhängende Flecken in schwarz und gelb zählen als einen Punkt und dann wird es sehr sehr schwierig, die gewünschte Anzahl von 4 bis 9 Seitenflecken freistehend auf beiden Schenkeln zu erreichen. Und dann haben wir noch gar nicht über den Allstrich gesprochen. Die Rassemeistershaft sicherte sich zum wiederholten Male Rosemarie Schrapp mit 482 Pkt. vor dem punktegleichen Franz-Josef Thelen. Mit 481,5 Pkt. folgte Dennis Hinderer. In allen drei Zuchten waren die Ergebnisse über alle Positionen so, dass man in keinem Fall über eine herausragende oder schwache Position sprechen darf. Neben den schon Genannten stellten die ZGM Rädisch und  Hans-Dieter Waldraff je ein v-Tier.

 

Mit 118 Kleinschecken, schwarz-weiß, lag die Meldezahl geringfügig oberhalb der vergangenen Jahre. Wurde vor einigen Jahren noch über das „richtige“ Gewicht diskutiert, erscheinen heute die rd. 3,5 kg das Maß der Dinge zu sein und sind weit verbreitet und stabilisiert. Im vergangenen Jahr bin ich ausführlich auf die Verbesserungen in der Körperform eingegangen und konnte in diesem Jahr feststellen, dass sich der gedrungene Körper mit kurzem kräftigen Kopf und starken mittellangen Läufen weiter gefestigt hat. Diesbezüglich sah man hier die besten Tiere bei Jürgen Hansert, Sebastian  Billaux und Anne Feegers. Vor allem Letztere hat hier deutliche Verbesserungen erzielt und wer sich das Foto ihres Siegerrammlers ansieht, wird das Preisrichterurteil von 97,5 Pkt. sicherlich teilen. Der herausragende Typ wurde mit 19,5 in Pos. 2 belohnt und weitere sechs ihrer Tiere bekamen die „19“. Mit 484,5 Pkt. wurde sie schließlich auch 1. Rassemeisterin. Aber auch die 16 von Jürgen Hansert ausgestellten Tiere standen auf sehr hohem Niveau und keines machte unter 96 Pkt. Sechsmal 19/19 in „Form und Fell“ bei sehr gutem Rassewert bescherte mit 484 Pkt. den 2. Platz in der Rassemeisterschaft und seine Siegerhäsin machte wie schon der Siegerrammler 97,5 Pkt. Insgesamt wurde das Fellhaar in der Konkurrenz noch etwas besser gesehen als die Körperform und in manchen Zuchten überwog deutlich die „19“. Es war wiederum Anne Feegers, die hier mit einer 19,5 ebenso ein Zeichen setzte wie auch ein Tier von Alfred Menzel. Auf breiter Ebene war die Kopfzeichnung auf hohem Niveau gefestigt und Nuancen gaben den Ausschlag für die zu Recht vielfach vergebenen 14,5 oder 15. Neben den beiden schon Genannten sah man hier wie schon im Vorjahr ausgezeichnete Rassevertreter von Marek Kucej. In der Rumpfzeichnung sind bei recht kurzem Fellhaar seit Jahren die Tiere von Eckard Sattler das Maß der Dinge. Stattliche vier Tiere erhielten die „15“. Keinem Züchter gelingt es so wie ihm, die 4 bis 9 freistehenden ca. 2 cm großen Seitenflecken so freistehend und schön auf beiden Schenkeln verteilt, zu präsentieren. Dazu kommt dann in der Regel noch ein etwa 2 cm breiter wie an der Schnur gezogenen Allstrich. Besonders lobend muss man dann noch feststellen, dass trotz der feinen Zeichnungsmerkmale die Farbe nicht verloren geht. Der Zuchtfreund wurde mit 383,5 Pkt. 3. Rassemeister. Neben den schon Genannten stellten Bodo van der Heyden zwei v-Tiere und Walter Willems hatte ein v-Tier.

 

Nur 46 Kleinschecken, blau-weiß, standen dem schwarz-weißen Vettern qualitativ in nichts nach, wurden sogar noch etwas höher eingestuft! Dreimal 97,5 Pkt. zweimal 97 Pkt. waren schon beeindruckend und verteilten sich auf vier der fünf Aussteller. Durfte ich im vergangenen Jahr bemerken, dass Andreas Fischer dem langjährigen Dominator in diesem Farbenschlag, Eckhard Sattler, deutlich näher gekommen war, hat sich diese Entwicklung fortgesetzt. In diesem Jahr hatte Andreas Fischer mit sage und schreibe zwei 97,5ern, die schließlich zu 484 Pkt. in der Meisterschaft führten, knapp „die Nase vorn“. Ein Rammler mit 15/15/15 im Rassewert sieht man nicht alle Tage und auch der zweite Rammler zeigte tolle Zeichnungsmerkmale, wohl wissend, dass hier die Tiere von Eckard Sattler seit Jahren die Maßstäbe setzten. Sicherlich wird er seinem jüngeren Züchterfreund diesen Erfolg gönnen zumal der Sieger mit 97,5 Pkt. aus seiner Zucht kam. Die beiden anderen v-Tiere kamen von Reiner Aust und Sonja Biesinger und rundeten ein tolles Gesamtbild dieses Farbenschlags ab.

 

Mit einer stabilen Tierzahl von 52 konnten die Kleinschecken, havannafarbig-weiß, aufwarten. Exakt wie im Vorjahr durfte man die Konkurrenz mit dem Ausdruck „Klasse statt Masse“ bezeichnen. Nicht nur, dass der Schausieger mit einer 19,5/19,5 in „Form und Fell“ aus diesem Farbenschlag kam. Der Zuchtfreund Andre Thomas erzielte auch im Fellhaar bei seinen nur 8 Tieren mit einmal 19,5 und 7x19 den Bestwert der gesamten Schau. Und da ich auch die Siegertiere fotografiere, darf ich vielleicht auch meinen persönlichen Eindruck zu den drei Siegern sehr lobend zum Ausdruck bringen. Schauen Sie sich diese drei „Typen“ an… einfach nur eine Augenweide! Ja, Andre Thomas erklomm in diesem Jahr erstmals den Thron in der Meisterschaft mit 483,5 Pkt. und vor allem im Fellhaar begeisternden Tieren. Aber auch formlich und in der Kopfzeichnung sah man vorzügliche Rassevertreter. Nicht nur aufgrund der gleichen Punktezahl, sondern auch aufgrund der strukturell ähnlichen Tiere von Jens Günter kam es zu einem Doppelerfolg des Scheckenclubs Westsachsen/Erzgebirge. Auch die Tiere von Peter Miklis hatten sehr deutlich ihre Vorzüge in Form und Fell. Mit feinen 482,5 Pkt. stand er als 3. Rassemeister erstmals auf dem Siegertreppchen. Damit überrasche er auch insofern als er seinen Clubkammeraden Michael Löhr, der viele Jahre mit Jens Günter den Farbenschlag dominierte, knapp hinter sich ließ. Wie eigentlich immer stellte Alfred Menzel nur wenige, allerdings sehr schöne Tiere mit hohem Gewichtsrahmen. Seine Siegerhäsin bestach im Typ und mit tollen Kopf- und Ohrstrukturen und machte 97 Pkt.

 

166 Englische Schecken, schwarz-weiß, sorgten für eine der besten Beschickungen des letzten Jahrzehnts. Da war schon eine deutliche Differenzierung durch die amtierende Preisrichtergruppe angesagt. Während in fünf Zuchten, die sich recht deutlich abhoben, 15 der 16 v-Tiere saßen, waren doch auch recht viele Zuchten zu sehen, die allenfalls nur einen 96,5er hatten und Bewertungen von 94 Pkt. und weniger waren nicht sehr selten. Der Gewichtsrahmen wird bei der Rasse recht stark ausgenutzt. Einige Zuchten, wie zum Beispiel die von Erik Büscher, liegen regelmäßig im oberen Bereich. Die Tiere entsprechen dann auch vielfach dem leicht gestreckten Typ mit feinen Läufen und etwas höherer Stellung. Man darf wohl feststellen, dass eine gute Stellung weitgehend gefestigt ist und dass man heute überhaupt keinen Englischen Schecken mehr auszustellen braucht, der sich etwas ängstlich zusammenzieht und nicht einwandfrei stellt. Verbesserungspotential besteht aber noch in der Beckenabrundung und vor allem bei der Ohrstruktur. Das Fellhaar ist seit Jahren die Paradeposition der Rasse. Fast 85% der Tiere erhielt die „19“. Allen voran muss man hier die Zucht von Jean-Claude Kormann herausstellen, der sogar zweimal die „19,5“ zeigte und in dessen Zucht man wohl das kürzeste Fellhaar sah. Durch die wenig überstehenden Granne wird dann die farbliche Komponente gefördert und die Seitenflecken treten stark und deutlich hervor. Aber auch in den Zuchten von Louis Sonnabend und Erik Büscher waren in Form und Fell auf höchstem Maße bestens. Die Kopfzeichnung ist im Rassewert vielleicht am besten gefestigt. Dennoch ist Augenmerk auf den Dorn zu legen, der recht häufig etwas klein oder flach ausgeprägt ist. Das ist aber im umfangreichen Fehlerkatalog der Kopfzeichnung nur eine kleine Nuance. Die besten Kopfzeichnungen sah in den Zuchten von Erik Büscher, Louis Sonnabend und Werner Winkens. Die „15“ ist in der Rumpfzeichnung ist natürlich immer noch ein Lottogewinn. Jean-Claude Kormann erreichte diese Note zweimal und Erik Büscher einmal. Dann erscheinen die „regelmäßigen“ Abstufungen mit 14,5 und 14 noch etwas zu gering. Wenn man manche „Seiten“ sieht, die kaum die erwünschte Zeichnungsschablone zeigen, dann noch Unterbrechungen oder/und recht stark zusammenhängende Punkte haben, sollte eine solche Fehlerhäufung doch eher zu einer „13,5“ führen. Dabei habe ich fehlerhafte Aalstriche noch nicht einmal einbezogen. Im Rassewert gefielen mir auch die Tiere von Gerhard Zimmermann ausgezeichnet. 1. Rassemeister wurde nach Auswertung der Minuspunkte mit 484,5 Pkt. Jean-Claude Kormann vor Erik Büscher mit ebenfalls 484,5 Pkt. Den 3. Platz belegte Louis Sonnabend mit 484 Pkt. vor dem punktgleichen Werner Winkens. Mit einem halben Punkt Rückstand folgte Gerhard Zimmermann. Diese Züchter hatten schließlich auch die oben genannten 15 v-Tiere. Daneben zeigte auch Kai Grönemeier noch ein v-Tier. Die Rassesieger kamen mit 97,5 Pkt., einem vor allem auch im Rassewert tollen Rammler, von Erik Büscher und mit 97 Pkt. hatte Jean-Claude Kormann die Siegerhäsin.

 

Nachdem es in den beiden Vorjahren bei den blau-weißen Englischen Schecken Spitzenergebnisse bei der Meldezahl gegeben hatte, war die diesjährige Zahl mit 77 Tieren  recht ernüchternd. Dabei konnten die Ergebnisse sich sehen lassen. Mir gefiel vor allem, dass trotz der geringen Meldezahl neben den Platzierten mit Erik Mücke, Philippe Metzger und Andreas Wittich noch drei weitere Züchter jeweils ein v-Tier zeigten. Verglichen mit dem schwarz-weißen Farbenschlag waren die Tiere in „Form und Fell“ ähnlich stark aufgestellt. Wie schon seit vielen Jahren zeigte Rainer Hübner recht wuchtige und in der Schulter recht kräftige Tiere mit relativ breitem Rumpf, sehr guter Rückenlinie und einer ausgezeichneten Abrundung im Becken sowie prima Läufen. Mit zweimal 19,5 und sechsmal 19 in Position 2 war der Bestwert von 8 Tieren auf der gesamten Schau. Dazu kommt dann vielfach noch eine sehr saubere Kopfzeichnung, so dass das Spitzenergebnis in der Meisterschaft mit 484 Pkt. und beiden Siegertieren mit je 97 Pkt. wohl unbestritten ist. Auch Ewald Dietz als 2. Rassemeister mit 483,5 Pkt. hatte Tiere ähnlicher Struktur, waren jedoch in der Rumpfzeichnung manchmal etwas grob und mit leichten Unterbrechungen in der Schablone. Überhaupt waren die Tiere des blau-weißen Farbenschlags in der Rumpfzeichnung deutlich schwächer als die schwarz-weißen „Engländer“.  Philippe Metzger zeigte die schönsten Rumpfzeichnungen mit einer „15“ in der Spitze. Den 3. Platz in der Meisterschaft belegte jedoch Nils Weidemann mit 482 Pkt. Seine Tiere bekamen alle die „19“ im Fellhaar, waren aber im Gewicht deutlich leichter als die der beiden Erstplatzierten. Farblich sollte in einigen Zuchten Augenmerk darauf gerichtet werden, dass die Tiere in der Zeichnungsfarbe nicht zu dunkel werden. Ewald Dietz stellte auch eine homozygote Häsin aus, die mit 94,5 Pkt. bewertet wurde.

 

Auch bei den nur mit 54 Tieren vertretenen Englischen Schecken, thüringerfarbig-weiß, gab es wieder einen leichten mengenmäßige Rückschritt. Nur 9 Aussteller konkurrierten mit 62 Tieren. Dabei erlaube ich mir, ganz herzlich mit Walter Ebinger einen „Altmeister der Scheckenzucht“ nach einigen Jahren der Abwesenheit wieder herzlich in unserem Kreise begrüßen zu dürfen! In Kombination der Pos. 2 und 3 sah man geradezu sensationelle Bewertungen. Exakt 50% der Tiere erhielt mindestens die „19/19“. Dabei wurde das Fellhaar mit sage und schreibe 50x19 und 1x 19,5 geradezu in den Himmel gehoben. Da das im vergangenen Jahr ähnlich war, darf man wohl davon ausgehen, dass man zurzeit in diesem Farbenschlag zumindest die besten Englischen Schecken im Fellhaar sieht. Um zunächst bei der Kombination von „Form und Fell“ zu bleiben, hatte Frank Steinhoff den Bestwert bei seinen 8 Tieren mit 8x19. Das ist schon eine Bank! Im Rassewert sah man jedoch bessere Tiere. Manche waren bei sehr guter Farbe recht vollgezeichnet, wurden aber dennoch mit 14 bzw. gar 14,5 mitgenommen. Mit feinen 482,5 Pkt belegte er den 3. Platz in der Meisterschaft. Auch in der Zucht von Helmut Middendorf sieht man seit einigen Jahren neben recht kräftigen Typen und sehr guten Fellen tendenziell etwas grobe, jedoch freistehende Seitenflecken und gute Kopfzeichnungen. Sein Siegerrammler (97,5), der 19,5 in Pos. 2 machte, erhielt die „15“ auch in der Kopf- und Rumpfzeichnung. Mit 485,5 Pkt. wurde er 1. Rassemeister. Die schönsten „Zeichnungstiere“ mit einerseits feinen Augenringen, tiefliegenden Backenpunkten und sauberer Ohrenzeichnung und andererseits feiner Punktierung auf Ketten und Schenkelpartien bei sauberem Aalstrich, zeigte zweifelsohne Siegfried Gottschlich. Leider wurde das nicht immer punktetechnisch so deutlich. Herausragend war dabei seine Siegerhäsin mit 97 Pkt, der gut gerne auch die 15er Seite zu Gesicht gestanden hätte. Mit 483 Pkt. wurde er 2. Rassemeister. Ein v-Tier kam von Tobias Hekler, das dem Siegerrammler kaum nachstand. Farblich muss nach wie vor darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht zu hell werden und zwar an den Stellen, an denen die Thüringer ihre dunklen Abzeichen haben.

 

Bei den 59 Englischen Schecken, dreifarbig, durfte man meines Erachtens von einer sehr liebevollen Bewertung zugunsten der Tiere sprechen, sonst wären solche Ergebnisse bei diesem schwierigsten Farbenschlag bei den Engländern kaum zu erzielen. Vor allem galt dies beim Fellhaar. Mit dreimal 19,5 gab es mehr solch sehr positiver Bewertungen als 18,5er! Besonders wurden hier die Tiere von Finn Steffens hervorgehoben, der gleich zweimal die „19,5“ erzielte und in erster Linie aufgrund dieser Basis auch mit sehr guten 483,5 Pkt. den 2. Platz in der Rassemeisterschaft belegte… und das mit stattlichen drei v-Tieren! Dagegen war die Differenzierung in Pos. 2 schon deutlich größer, denn man sah bei überwiegend guten Gewichtsrahmen doch manche Häsinnen mit etwas losem Brustfell oder Tiere, die Hüftknochen zeigten. Bei nur sechs ausgestellten Tieren zeigte hier Franz-Josef Thelen mit viermal 19 wohl die Bestleistung. Im Rassewert ist die Streuung der Qualität im Vergleich zu den anderen Farbenschlägen vielleicht noch etwas größer. Da fehlten mir doch vor allem in der Rumpfzeichnung etwas die Abstufungen, denn nur zwei Tiere erhielten hier mit der 13,5 nennenswerte Abzüge, obwohl viele Tiere mit recht grober und zusammenhängender Punktierung zu sehen waren. Andere hatten mehr oder weniger große zeichnungsfreie Stellen insbesondere zwischen Ketten- und Schenkelzeichnung oder auf den Schenkeln. Farblich sah ich nur ein Tier mit einer „14“, was bei dem relativ großen Fehlerpotential gerade bei der Zweifarbigkeit dieser Rasse wohl auch auf die schon zitierte liebevolle Bewertung zurückgeführt werden darf. Züchter dieses Farbenschlags sollten das schon selbstkritisch einstufen. Andererseits gab es aber auch die Tiere mit einem tollen Rassewert und zwar in einer Qualität, wie ich sie schon seit vielen Jahren -oder sollte ich sagen- noch nie gesehen habe. Sie kamen von Franz Josef Thelen, der seit Jahren schon zu den deutlich führenden Züchtern dieses Farbenschlags gehört. Er wurde mit 484 Pkt. Rassemeister und wer die Bilder seiner beiden Siegertiere, insbesondere das der Siegerhäsin betrachtet, wird mir wohl zustimmen, dass diese deutlich zu den schönsten Siegertieren bei den Englischen Schecken  gehörte! Sie machte tolle 97,5 Pkt. und der Siegerrammler kam auf 97 Pkt. Harald Zauß wurde mit 481,5 Pkt. 3. Rassemeister. Es ist zu hoffen, dass insbesondere aufgrund der sehr guten Tiere in der Spitze dieser Farbenschlag in den nächsten Jahren an Verbreitung gewinnt. Schönheit und Reiz sind jedenfalls vor allem aufgrund der „Dreifarbigkeit“ vorhanden!

 

221 Zwergschecken entsprachen dem Durchschnitt der letztjährigen Beschickungszahlen. Man muss aber nicht zwingend immer positive Zahlen vermelden, um in einer Rasse zu loben. Bei den Zwergen sehe ich das ganz anders, vor allem dann, wenn sich kaum Züchter von großen Rassen abwenden, was ja grundsätzlich vielfach der Fall ist. Bei den Schecken ist diese Tendenz auf den Überregionalen überhaupt nicht zu erkennen und hat zu Recht bei mehreren Grußworten und Ansprachen zu viel Lob geführt. Und dennoch gibt es für mich ein großes Lob für die Zwergschecken. Sie haben sich in den letzten Jahren im recht einheitlichen Typ und vor allem in den Zeichnungsmerkmalen sprunghaft verbessert. Ferner stellten sie nunmehr zum zweiten Male in Folge die Bestleistung der Überregionalen und auch die zweitbeste Gesamtleistung kam in diesem Jahr von den Zwergen. Was für eine Leistung!!!

 

Die Zwergschecken, schwarz-weiß, waren mit 69 Rassevertretern etwas unterrepräsentiert. Das galt aber nur für die Menge, denn nur ein 93er und zwei 94er sprachen für das Niveau der 9 Zuchten. Noch wichtiger erschien mir in diesem Zusammenhang, dass beide Siegertiere nicht von Züchtern kamen, die die drei Meistertitel errangen. So zeigte die ZGM Schmitz/Rau mit 97 Pkt. den Siegerrammler mit tollem Typ, fantastischen Kopf- und Ohrstrukturen und prima Rassewert. Die Siegerhäsin (97) seines westfälischen Clubkollegen Klaus Augustinowitz glänzte vor allem mit einem 19,5er Fellhaar. Ohnehin sah man bei diesem Zuchtfreund das beste Fellhaar der Konkurrenz mit 6x19 und 2x19,5 bei 8 Tieren! Ähnlich herausragend waren hier auch die Tiere von Patrick Krieger. In Pos.2 gab es keine „Überflieger“. Hin und wieder mussten leicht loses Brustfell, schmale Vorderpartien oder Hüftknochen beanstandet werden Dennoch war es wiederum Patrik Krieger, der in Kombination von „Form und Fellhaar“  mit 19,5/19,5 und 19/19,5 herausragende Tiere stellte. Leider waren sie in den Zeichnungsmerkmalen etwas schwach, um einen Podestplatz zu belegen, der in diesem Jahr mit drei gleichlautenden Punktezahlen von 480,5 Pkt. über die Pos. 2 und 3 vergeben wurde. An den Namen der neuen ZGM „TU-Hei-Ja“ muss man sich bei den Zwergschecken noch gewöhnen und steht für die schon lange erfolgreichen Züchter Markus Turk, Dirk Heidemann und Jens Jadischke, die den 3. Platz belegten. Mehrere ihrer Tiere machten die „19/19“ und waren farblich sehr gut. Wie schon in den Vorjahren zeigte Louis Sonnabend mehrere sehr typische  kleinrahmige Tiere von 1,5 bis 1,6 kg mit recht kurzen, zur Körpergröße passenden Ohren. Ebenso sah man die gewünschten kleinen bzw. feinen Zeichnungsstrukturen, so dass auch die einzige „15“ in der Rumpfzeichnung aus seiner Zucht kam. Er belegte schließlich den 2. Platz und wurde nur von Ringo Scheitz geschlagen, der zum ersten Male die Rassemeisterschaft für sich entschied. Seine recht großrahmigen Tiere zeigten sich in diesem Jahr im Rassewert deutlich verbessert. Er hatte neben den beiden Siegertieren als einziger Züchter auch noch ein v-Tier, das die Stärke seines Stammes unterstrich.

 

40 Zwergschecken, blau-weiß, erschienen wie auch schon auf den zurückliegenden Schauen etwas schwächer als die schwarz-weißen Zwerge. Wahrscheinlich liegt dies auch an der geringeren Verbreitung. Mit Ringo Scheitz auf dem 1. Platz (482,5 Pkt.) und Florian Rolf an zweiter Stelle (481,5 Pkt.), gab es den gleichen Zieleinlauf wie im Vorjahr. Selbst der Siegerrammler (97) von Florian Rolf aus dem Vorjahr stellte auch in diesem Jahr wieder die Spitze der Konkurrenz dar. Insgesamt war der Zuchtstamm von Florian Rolf etwas kleinrahmiger als der von Ringo Scheitz, was aber aufgrund der recht großen Gewichtsspanne von 500 g durchaus akzeptabel, gar notwendig ist, wenn über mehrere Generationen Rückpaarungen gemacht werden. Auch Dirk Holzhauer und Thomas Hengeler stellten mit 96,5 Pkt. sehr ansprechende Tiere.

 

53 Zwergschecken, havannafarbig-weiß, ausgestellt von immerhin 9 Züchtern, unterstrichen den tollen Aufschwung dieses Farbenschlags in den letzten Jahren. Dieser Aufschwung geht in erster Linie einher mit dem Namen von Jens Günther, der auch in diesem Jahr wieder fantastische Tiere stellte und das nicht nur in „Form und Fell“! An der Spitze stand hier sein hochfeiner Siegerrammler (97,5 Pkt.) mit einer 19,5 in Pos. 2. Auffallend waren meines Erachtens zum einen die einheitlichen Typen bei gleichmäßigem mittlerem Gewichtsrahmen und andererseits vor allem die vorzüglichen Zeichnungsmerkmale mit 3x15 in der Rumpfzeichnung. Überlegen wurde er mit 485 Pkt. 1. Rassemeister. Sehr erfreulich durfte man aber feststellen, dass der Abstand zu den „Verfolgern“ geringer geworden ist, denn sowohl Hartmut Meyer auf dem 2. Platz (482 Pkt.) und Andreas Döhler auf dem 3. Platz (480,5 Pkt.) zeigten sehr schöne Tiere. Dabei hatte auch Hartmut Meier zwei v-Tiere und in der Spitze eine 19,5er Körperform. Ebenso gefielen die Tiere in der Rumpfzeichnung und Farbe. Bei Andreas Döhler sah man kleinrahmige Tiere, allesamt mit einem 19er Fellhaar, die allerdings teilweise auch mit etwas groben Seiten ausgestattet waren. Des Weiteren kam ein in allen Positionen hervorragendes Tier von Louis Sonnabend auf 97 Pkt. Dieses stand dem Siegerrammler kaum nach.

 

Wie schon seit Jahren sind die Zwergschecken, thüringerfarbig-weiß, von Günter Haußler nahezu konkurrenzlos. So waren in diesem Jahr 23 Rassevertreter von nur drei Ausstellern zu sehen. Das ist ebenso schade wie unverständlich. Warum verbreitet sich dieser von Günter Haußler nahezu grandios ausgestellte Farbenschlag nicht besser? Ist er zu dominant? Trotz seiner herausragenden Stellung meine ich, das verneinen zu können, denn in diesem Jahr zeigte Ringo Scheitz mit einem v-Tier und mehreren hv-Tieren, dass auch Dritte auf Augenhöhe ausstellen können. Ist der Farbenschlag zu schwierig? Auch hier neige ich, die Frage zu verneinen und glaube eher, dass die dreifarbigen Zwerge trotz stärkerer Verbreitung schwieriger sind. Es scheinen wirklich nur eine Handvoll Züchter zu fehlen, die sich an die Thüringerfarbe heranwagen. So kann man nur den beiden genannten Züchtern und Armin Sierth wünschen, dass im nächsten Jahr mehr Tiere zu sehen sind. Momentan kann und darf man allerdings Günter Haußler wiederum für ein herausragendes Ergebnis mit 484,5 Pkt. und einer 98er Gesamtsiegerhäsin mit einem Rassewert von 15/15/15 gratulieren. Ferner stellte der Zuchtfreund zum zweiten Male in Folge auch die beste Gesamtleistung der Schau mit 581,5 Pkt.

 

Leider schwächeln die Zwergschecken, dreifarbig, seit einigen Jahren und zwar zahlenmäßig, leider aber auch qualitativ. 42 Tiere kamen von nur fünf Züchtern. Richtig zufrieden sein durfte man nach dem Urteil der amtierenden Preisrichter nur mit den Rassevertretern von Anne Meinema, der auch schon in den letzten Jahren führend war. Dem muss ich mich uneingeschränkt anschließen. Kein 96,5er in vier der fünf Zuchten dokumentierte wohl einen der schwächsten Farbenschläge der Schau. Konnte man mit der Körperform zumindest einigermaßen zufrieden sein, war der Rassewert wirklich schwach. Viele Tiere zeigten unsaubere Ohrenansätze, hatten grobe Augenringe oder Ausläufer, so dass keine 15er Kopfzeichnung vergeben wurde. In der sicherlich noch schwierigeren Rumpfzeichnung war dies nicht besser und ich meine, dass so manches Tier hier eine 14,5 bekommen hat, die in einem anderen Farbenschlag maximal eine „14“ gewesen wäre. Vor allem die Aalstriche waren vielfach in der Breite ungleich und manchmal hing auch die Seitenzeichnung an. Auch die Zeichnungsfarben waren recht blass, so dass eine einzige 15 im gesamten Rassewert die Bestmarke von Anne Meinema war. Dabei zeigte er noch sehr deutlich den besten Rassewert mit feiner Zeichnung und guter Farbverteilung. Auch verkörperten seine Tiere einen recht kleinrahmigen Typ mit rd. 1,6 kg und Ohrlängen von um die 6,5 cm. Eines der beiden v-Tiere war die hochfeine Siegerhäsin mit tollem Stand und vorzüglichem Fellhaar und prima Zeichnungsmerkmalen. In der Rassemeisterschaft erzielte er 482 Pkt. Mit schon deutlichem Abstand folgte Michael Büscher mit 478 Pkt.

 

Resümee und Ausblick

Wir erlebten eine in vielen Punkten gelungene Jubiläumsschau mit einer vorbildlichen Tierhalle, einem tollen Ausflug am Freitag und einer prima Bewirtung während der Tage. Die  Basis für die Bewertung unserer Tiere entsprach einer persönlichen Note der Ausstellungsleitung und fand sicherlich nicht die ungeteilte Zustimmung. Bei einer sehr dünnen Personaldecke, sollten künftig Veranstalter vielleicht auch bei dem einen oder anderen Engpass oder Problemchen spontan auf anwesende routinierte Zuchtfreunde zurückgreifen. In unserer harmonischen Scheckenfamilie ist man dazu bereit! Die neue Zusammensetzung der Arbeitskreisleitung wird man daran messen dürfen, die Kooperation und Abstimmung zwischen den einzelnen Clubs noch zu verbessern und vor allem die Moderation mit künftigen Ausrichtern der Überregionalen wieder mehr im Sinne des im Handlungsrahmen verankerten „Vereinszweckes“ zu führen. Wir freuen uns jedenfalls uneingeschränkt, am 24./25.10.2026 unsere Züchterfreunde vom Scheckenclub Westsachsen/Erzgebirge in der Bogenbinderhalle in Ronneburg zur 51. Überregionalen besuchen zu dürfen!

Werner Winkens

50. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau

in Gersfeld/Rhön mit tollem Gesamtergebnis für den Scheckenclub Rheinland

 

Wenn man als Züchter am Ende einer Kaninchenausstellung die „385“ erreicht hat, ist es ein echtes Glücksgefühl. Am Donnerstag, dem 09. Oktober 2025,  hatten die 11 ausstellenden Züchter nebst Begleitung von weiteren 12 Personen, die 385 schon bei Ankunft in der Ausstellungshalle erreicht. Es waren aber erstmal die gefahrenen Kilometer. Ziel war die hessische Kleinstadt Gersfeld im Landkreis Fulda, auf deren Gebiet die Wasserkuppe (950 m über NN) liegt. Hier entspringt auch der Fluss Fulda.

 

Nach dem Einstallen der 82 rausgeputzten Tiere wurden die Zimmer im nahegelegenen Hotel „Berghof Wasserkuppe“ bezogen und anschließend bei einem gemeinsamen Abendessen die Goldhochzeit von Anne und Franz-Josef Temme nachgefeiert.

 

Am Freitag stand dann die Bewertung an, bei der unser Landesvorsitzender Detlef Beckers als Obmann und einige Züchter als Zuträger und Werner Winkens als Berichterstatter für die Kaninchenzeitung und für die Homepage des Arbeitskreises fungierten. Die restlichen Teilnehmer dieses „ begleiteten Ausstellens“ (keiner war jünger als 55 Jahre) nahmen an dem Ausflug in die Umgebung teil oder erkundigten die Gegend auf eigene Faust. Der „Rhöner Abend“ wurde dann in der Halle im Kreis der großen Scheckenfamilie gefeiert. Hier sickerten schon die ersten Ergebnisse durch, was aber den harten Kern nicht davon abhielt, auch noch im Hotel schon zu feiern.

 

Samstag, als der Katalog vorlag, standen die Erfolge der einzelnen Züchter fest.

Der Scheckenclub Rheinland kann sich mit folgenden Auszeichnungen schmücken:

3. Platz in der Clubmeisterschaft (punktgleich mit dem SC Württemberg-Hohenzollern             

Anne Feegers: 4. Platz in der Gesamtleistung mit 6 Tieren (581,0 Punkte),       

                        1. Rassemeister bei den Kleinschecken, schwarz-weiß (484,5 Punkte), 

                        Siegertier 1.0 mit 97,5 Punkten

Franz-Josef Thelen: 2. Rassemeister bei den Rheinischen Schecken (482,0 Punkte),

                                 1. Rassemeister bei den Englischen Schecken, dreifarbig (484,0 Punkte),

                                 und beide Siegertiere (1.0 mit 97,0 und 0.1 mit 97,5 Punkten)

insgesamt 12 V-Tiere (15% Quote):

2 Rheinische Schecken von F.-J. Thelen,

3 Kleinschecken, schwarz-weiß von Anne Feegers                                                                           

1 Kleinschecke, schwarz-weiß von Walter Willems

1 Kleinschecke, blau-weiß von Reiner Aust

3 Engl. Schecken, schwarz-weiß. von Werner Winkens                                                                            

2 Engl. Schecken, dreifarbig von F.-J. Thelen

Den „ganz großen Wurf“ gelang allerdings Walter Willems, der mit dem goldenen Scheckenring ausgezeichnet wurde. Eine entsprechende Würdigung ist bereits auf der Homepage des Clubs zu finden und wird sicherlich auch im Rahmen des Berichtes über die „Überregionale“ erfolgen.

Den feierlichen Abschluss bildete der Züchterabend im von Steinrück Haus in Gersfeld-Poppenhausen. Nach einem tollen Abendessen vom reichhaltigen Buffet ehrte der Ausstellungsleiter Josef Steinack die Meister und Sieger. Danach gab es noch ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm mit dem „Scheckenmarile aus Fürth“, die einige langjährige Züchter mit Sonderpreisen hochleben ließ.

Nachdem alle wohlbehalten wieder zuhause angekommen sind, bleibt noch der Dank an die ausrichtenden Clubs, dem Scheckenclub Bayern, Sektion Unterfranken und dem Scheckenclub Hessen-Nassau, für ein rundum gelungenes Wochenende mit nahezu 1.400 Tieren.

 

Wir freuen uns jetzt schon auf die Fahrt zu den Kollegen in Westsachsen, zur Bogenbinderhalle in Ronneburg, am 24./25. Oktober 2026. Hier findet dann zum ersten Male eine Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau statt.

Reiner Aust

Liste Preisträger 50. CVS Gersfeld 2025
Preisträger Gersfeld 2025-1.pdf
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Katalog 50. CVS in Gersfeld 2025
Katalog 50.ÜSVS Gersfeld.pdf
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„Wenn ihn jemand verdient hat, dann er!“

 

 Goldener Scheckenring für Walter Willems

 

Anlässlich der 50.Überregionalen Scheckenclub-Vergleichsschau in Gersfeld (Kurzbericht folgt in wenigen Tagen) wurde vom Arbeitskreis der Scheckenzüchter Deutschland zum 26. Male der „Goldene Scheckenring“ vergeben. Nach §15 des Handlungsrahmens soll in jedem Jahr „ein verdienter Züchter“ diese Auszeichnung erhalten.

Am 11. Oktober 2025 war es endlich soweit:

Der am 13.12.1961 geborene Konditormeister aus Simmerath in der Eifel durfte bei der Eröffnungsfeier diese außerordentliche und in der Rassekaninchenzucht einmalige Ehrung entgegennehmen. Er war sichtlich darüber gerührt, dass die Zuchtkolleginnen und Zuchtkollegen aus dem gesamten Verbandsgebiet, die Walter teilweise seit Jahrzehnten kennen, sich in diesem Jahr für ihn ausgesprochen hatten.

Schließlich hat er sich um die Kaninchenzucht, die er seit seinem 7. Lebensjahr genetisch bedingt ausübt (Großvater und Vater waren schon Riesenscheckenzüchter), sehr verdient gemacht. Angefangen hat er mit Hermelin, RA. Nach dem ersten Jahr war er schon Schausieger. 1973 wurde er vom Scheckenfieber infiziert und die ersten Englischen Schecken zogen in seinen Stall ein. Mit 15 Jahren trat er in den Scheckenclub Aachen ein, der später in den Scheckenclub Rheinland überging. Seit 1987 züchtet Walter mit viel Leidenschaft Kleinschecken in schwarz-weiß. Seit 1992 ist er  1. bzw. 2. Vorsitzender im Club. Seine Eignung hierfür hat er über den Vereinsvorsitz in seinem Stammverein, dem R 204 Mausbach, und über den Kreisvorstand im Kreisverband Aachen-Süd nachgewiesen.

Der sympathische und meist ruhige Walter ist ein „Macher“, der sich für nichts zu schade ist und da anpackt, wo es nötig ist. Als Mitarbeiter auf über 25 Landesschauen, wo er stets wichtige Impulse in der Küche setzte,  oder auch in der Ausstellungsleitung von drei Überregionalen Scheckenclubvergleichsschauen im Rheinland (Rommerskirchen, Rheinberg und Monschau) hatte er stets die Zügel in der Hand.

Er hat auch am Handlungsrahmen des Arbeitskreises mitgewirkt und mit einigen Zuchtkollegen die Kleinschecken in grau-weiß gezüchtet, denen aber leider die Zulassung in Deutschland verwehrt wurde.

Unterstützung für sein ausdauerndes Engagement, das er auch im sportlichen Bereich durch die Teilnahme an Marathon- und Kurztriathlon-Wettbewerben auslebt, hat Walter durch seine Frau Maria, mit der er seit 1986 verheiratet ist. Die beiden haben zwei  inzwischen erwachsene Söhne und zwei „Enkelhunde“, die regelmäßig Betreuung brauchen.

Man könnte sicherlich noch viele weitere Erfolge, viele Ehrungen und positive Charaktereigenschaften aufführen. Aber Walter mag zu viel Trubel um seine Person nicht! Auch aufgrund dieser Bescheidenheit und Demut hat er die Ehrung, sehr verdient.

 

Wir gratulieren dir lieber Walter

Die Ehrung zur Goldhochzeit von Anne und Franz-Josef Temme hat im Rahmen der Überregionalen statt gefunden.

Goldhochzeit im Hause Temme

in Heinsberg

In den 1960er und 1979er Jahren gab es das Kuppelformat „Bauer sucht Frau“ noch nicht. Inka Bause (Jahrgang 1968) war da noch zu jung.

Man kannte sich aus der Nachbarschaft, dem Kindergarten, der Schule oder der Disco. So war es auch bei Franz-Josef und seiner „Sandkastenliebe“ Anne, beide 1956 geboren. Als dann die Bundeswehr bei Franz-Josef anklopfte, wurde durch Heirat versucht, den Wehrdienst zu umgehen.

Die beiden gaben sich am 12. September 1975 das Ja-Wort; eingezogen wurde er aber trotzdem für 15 Monate.

Diese „Zweckgemeinschaft“ hält inzwischen 50 Jahre und hat 2 Töchter, sowie bislang 5 Enkelkinder hervorgebracht. Aber nicht nur die Familie, sondern auch die Naturverbundenheit und die Liebe zu Tieren teilen sich die beiden. Hund, Pferd, Schafe, Gänse, Enten und Hühner, sowie Kaninchen in mehreren Rassen, gehören neben mehreren Gärten in das Leben der Temmes. Was auch dazu geführt hat, dass „Bauer Josef“ der Spitzname im Scheckenclub geworden ist.

Ganz nebenbei gibt es noch die Posten des Vereinsvorsitzenden im Kaninchenzuchtverein R 39, sowie die Kassiererfunktion im Club und in der Landesclubvereinigung. Die beiden kennen halt das Wort „Nein“ nicht.

Damit keine Langeweile aufkommt, wird der Wohnwagen im Frühjahr nach Holland gebracht, wo er von Anne im Sommer genutzt wird. Diese Ruhephase nutzt Franz-Josef dann, um zu Kegeln, Radfahren und Gärtnern (auch für andere). Im Herbst holt er den Campingwagen dann zurück nach Hause; Anne übrigens auch!

Danach beginnt schließlich die Ausstellungssaison mit den Kaninchen. Hier sind dann beide vom Aufbau, über die Bewirtung bis zum Abbau aktiv; es gibt ja kein: Nein!

Wir wünschen den beiden noch viel Gesundheit, viele gemeinsame Jahre und noch mehr Spaß, bei allem, was sie noch vorhaben.

Gut Zucht und herzlichen Glückwunsch

der Kaninchenzuchtverein R 39 Oberbruch-Grebben, der Kreisverband Heinsberg, die Landesclubvereinigung, der Landesverband Rheinland und der Scheckenclub Rheinland

Rassestatistik zur 50.Schecken-Club-Vergleichsschau in Gersfeld. 1366 Schecken wurden gemeldet!

Danke an alle Aussteller und Mitwirkende, die dieses hervorragende Ergebnis ermöglicht haben.

434 Deutsche Riesenschecken

310 schwarz-weiß, 72 blau-weiß, 51 havanna-weiß, 1 homozygot (einfarbig)

135 Rheinische Schecken

234 Kleinschecken

126 schwarz-weiß, 46 blau-weiß, 62 havanna-weiß 

336 Englische Schecken

135 schwarz-weiß, 78 blau-weiß, 54 thüringerfarbig-weiß, 59 dreifarbig-weiß

219 Zwergschecken

67 schwarz-weiß, 40 blau-weiß, 47 havanna-weiß, 23 thüringerfarbig-weiß, 
42 dreifarbig-weiß 

 

3. LV-Jungtierschau in Schierwaldenrath 

         

 - Versammlungsort und Grundlage

für die Clubmeisterschaft-

 

Am 23.8.2025 richtete der Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Heinsberg e.V. zum 3. Male die LV-Jungtierschau aus und zum dritten Male war dies auch Anlass für den Scheckenclub hier seine Herbsttagung auszurichten und die dort erzielten Ergebnisse als Basis für die Clubmeisterschaft zu nehmen. Schon am frühen Morgen traf man sich zum gemeinsamen Frühstück und richtete anschließend die Versammlung aus. Es wurde über den aktuellen Stand der „Überregionalen“  gesprochen, über eine Beitragserhöhung zum 1.1.2026, über die Notwendigkeit zur Beschaffung neuer Ehrengaben und es wurde bereits die JHV für den 22.2.2026 im Alten Kasino, Ringstr. 193, in Kamp Lintfort, festgelegt. Anschließend hatte man viele Stunden Zeit, um im angenehmen Ambiente der Schau mit den Gleichgesinnten zu fachsimpeln und zu plaudern.

Natürlich wurden auch die Clubmeister geehrt, deren Tiere zu den 335 Rassevertretern gehörten, die am Vorabend bewertet wurden. Leider fehlten die Riesenschecken und Rheinischen Schecken, so dass 3 ZG Kleinschecken, schwarz-weiß, die ersten Rassevertreter unseres Clubs  waren. Sie kamen von Erich Pries, Reiner Aust und Walter Willems. Dabei setzte sich Letzterer sehr deutlich mit 32/23 durch und wurde Landes-Jungtiermeister und sicherte sich den 2. Platz in der internen Clubwertung. Die sehr typvollen Tiere zeigten prima Kopfzeichnungen und vorzügliche Farben. Es folgte eine ZG Kleinschecken, blau-weiß, von Reiner Aust, die 32/18 machte. Die etwas schwache Rumpfzeichnung wurde durch tolle Farben kompensiert. Es folgten schließlich zwei ZG Englische Schecken, schwarz-weiß. In Form und Fell setzten die Tiere von Franz-Josef Temme ein Zeichen und landeten schließlich bei 32/21, was ihm den 3. Platz in der Clubwertung einbrachte. Tolle Typen verbunden mit einem sehr guten Rassewert führten bei Werner Winkens zu 32/26, was für ihn die Jungtiermeisterschaft und gleichzeitig auch die Clubmeisterschaft bedeutet. Ferner zeigte er damit eine der besten ZG der gesamten Schau und wurde mit der Goldenen Medaille der LWK NRW ausgezeichnet. Es folgte eine ZG Englische Schecken, thüringerfarbig-weiß von Bruno Surrey, die ihre Stärke im Fellhaar hatte und 30/15 machte. Den Abschluss bildete ebenfalls von Bruno Surrey eine ZG Englische Schecken, dreifarbig. Mit 32/16 konnte diese durchaus vor allem im Fellhaar und in der Kopfzeichnung überzeugen.

Der Dank des Clubs gilt der Mannschaft um unseren LV-Clubvorsitzenden Norbert Mertens, der gleichzeitig auch KV-Vorsitzender des Ausrichters ist. Ein solches Sommerevent bereichert zweifelsohne den Ausstellungskalender und sogleich kann aufgrund der ausgezeichneten Bewirtung ein sehr angenehmer Ort für eine Versammlung sein.

Werner Winkens

Sommertagung des Scheckenclub Rheinlands in der Zuchtanlage des KZV 401 in Kamp-Lintfort am 12.07.2025 in vier Schlagworten:

 

 

 

 

 

1. kurze Versammlung

 

 

 

2. Tierbesprechung der

Scheckenrassen bezüglich

der sehr differenzierten

Position 2

 

 

 

 

 

3. Werbung für die 3. LV-Jungtierschau

auf der unsere Clubmeisterschaft

ausgespielt wird

 

 

 

 

 

4. vorzügliche frisch

gegrillte Hähnchen als Mittagsschmaus

 

und

 

gemütliches

Beisammensein

bei Kaffee und Kuchen

Ein Hasenfest der "besonderen Art" in den Rheinwiesen von Düsseldorf.....

Abwechselung vom Alltag!!

Der Tiergarten Mönchengladbach beschäftigt sich mit der Erhaltungszucht der Rheinischen Schecken!

 

Am 29.01.2025 kam eine Anfrage vom Tiergarten Mönchengladbach, Stadtteil Odenkirchen, an den Scheckenclub Rheinland. Man suchte Zuchttiere der wohl „rheinischsten Rasse“, nämlich Rheinische Schecken, die nur gut 10 km vom Tierpark entfernt, 1902 von Josef Heintz in Grevenbroich erzüchtet wurden. Landesverbandsvorsitzender Detlef Beckers, der schon 35 Jahre Mitglied des Clubs ist, erklärte sich auf der Jahreshauptversammlung des Clubs am 16.02. dieses Jahres bereit, sich darum zu kümmern. Es könnte durch die Kooperation natürlich auch eine Win-win-Situation entstehen!

 

Am Samstag, den 22.03.2025 war es dann schon so weit. Es fand die Übergabe von 10 neuen Zuchttieren an den Tiergarten statt. Es waren 3 homozygot-vollpigmentierte Rheinischen Schecken und 7 Punktschecken mit ihrer typischen Dreifarbigkeit, der reinweißen Grundfarbe und der schwarzen und gelben Zeichnungsfarbe:

 

 

Die Tiergarten-Leiterin Dr. Katrin Ernst und die Tierpflegerin Carolina Lettieri waren natürlich gespannt, was der Züchter Markus Schmitz aus Mönchengladbach da Schönes in seinen Transportbehältnissen mitgebracht hatte.

Sofort fühlten sich die Tiere in ihrem riesigen und schön gestalteten Gehege sehr wohl.

 

 

v.r.n.l. Tiergartenleiterin Dr. Katrin Ernst, die Tierpflegerinnen Katharina Brune und Carolina Lettieri, Zuchtfreund Markus Schmitz und natürlich auch der Initiator, Landesverbandsvorsitzender Detlef Beckers, der auch auf diesem Wege alle Leser dieser Zeilen einlädt, den Tiergarten einmal zu besuchen und dabei auch alte rheinische Haustierrassen -nicht nur Rheinischen Schecken- zu bewundern.

 

Detlef Beckers

 

 

 

 

Mehr über den Tiergarten findet ihr unter:

www.tiergarten-moenchengladbach.de

 

 

Kleinschecken-Züchtertreffen am Niederrhein mit Besuch aus Ostfriesland

 

Am 15. März 2025 fand wieder das Kleinschecken-Züchtertreffen des Scheckenclubs Rheinland in der Stallanlage von Reiner Aust statt. Diesmal wurde die Tierbesprechung vom Preisrichter Andreas Katzke durchgeführt. Neben den Zucht- und Nachzuchttieren von Reiner Aust wurden auch wieder mitgebrachte Tiere besprochen, verglichen und getauscht. Auch der Besuch aus Ostfriesland von Andreas Fischer ergänzte die Kleinscheckenzüchter-Runde gut. Der rege Erfahrungsaustausch und die lehrreichen Informationen durch den Preisrichter waren wieder sehr interessant. Auch die Verpflegung war, wie immer, fantastisch!!. Die Pflege der Zuchtfreundschaften und die Zusammenarbeit in der Zucht sind ein Schwerpunkt der Clubarbeit und wurde hier wieder praktisch unter Beweis gestellt. Wir freuen uns schon auf das nächste Kleinschecken-Züchtertreffen.

Bericht Jahreshauptversammlung 2025

 

Am 16.2.2025 führten wir unsere diesjährige Jahreshauptversammlung durch, die ganz im Zeichen von Ehrungen langverdienter Züchter stand.

So konnte Walter Willems Karl Pantke zum 70. und Klaus Buchloh zum 75. Geburtstag, sowie dem Ehepaar Pries zum 70. Hochzeitstag gratulieren.

Für 25-jährige Mitarbeit im Club wurde Franz-Josef Temme geehrt. Die Erfolge unserer Züchter auf großen Schauen wurden gewürdigt und können in anderen Berichten auf dieser Seite nachgelesen werden.

Rainer Aust wurde als erster Geschäftsführer einstimmig gewählt. Anne Feegers hielt einen sehr verständlichen, lehrreichen Vortrag über das Megacolon-Syndrom.

Walter Willems

29. Bundes-Rammlerschau in Magdeburg am 25./26.01.2025

Auf der Bundes-Rammlerschau stellten unsere Mitglieder ihre Tiere zur Schau. Walter Willems sicherte sich beim umkämpften Ranking für das Beste Einzeltier in der Rasse Kleinschecken schwarz/weiß einen Sach-Ehrenpreis. Franz-Josef Thelen zeigte bei den Englischen-Schecken schwarz/weiß ein V-Tier, das mit 97 Punkten ebenfalls einen Sach-Ehrenpreis errang. Bei den Englischen Schecken dreifarbig/weiß wurde ein Alt-Tier aus seiner Zucht zum Bundessieger mit hervorragenden 97,5 Punkten gekürt. Dieses Tier wurde m.E. in den einzelnen Positionen korrekt bewertet, sodass der leichte Fehler in der Rumpfzeichnung durch die anderen Positionen ausgeglichen werden konnte. Werner Winkens zeigte bei den Englischen Schecken schwarz/weiß eine ausgeglichene Kollektion, die sich diesmal leider nicht im Spitzenfeld platzieren konnte.

Walter Willems

 

 

 

 

 Gesamtbericht von Werner Winkens

 

Fantastischer Gesamtrahmen begeisterte auf der

49. Schecken-Club-Vergleichsschau 2024

im westfälischen Beelen

 

Die Einbettung der Schau in unsere Philosophie

Am 19./20.10.2024 richteten die westfälischen Clubfreunde vom Scheckenclub W 711, Sektion Münsterland, zum dritten Male eine „Überregionale“ aus. Wer die beiden vorangegangenen Schauen 2002 in Harsewinkel und 2013 in Südlohn besucht hat, war sicherlich auch nach Beelen mit einer gewissen positiven Erwartungshaltung angereist, denn die beiden zurückliegenden Veranstaltungen standen für eine perfekte Organisation mit viel Ambiente. Wenn man nun berücksichtigt, dass die damals Handelnden allesamt noch immer im Einsatz waren und noch durch einige sehr agile junge Zuchtfreunde ergänzt werden konnten, war der positive Rahmen schon geebnet. 148 Züchterfreunde aus sechs Nachbarländern und natürlich dem gesamten Verbandsgebiet meldeten 1.342 Rassevertreter. Dieses gewaltige Feedback hob ZDRK-Präsident Bernd Graf insofern auch in seinem Grußwort hervor, in dem er feststellte, dass dies seit seinem Amtsantritt die größte Schecken-Club-Vergleichsschau sei, für die er ein Grußwort habe schreiben dürfen. Ergänzen darf ich als Berichterstatter diesen Satz, dass diese Zahl auch seit der Schau in Harsewinkel nicht mehr getoppt werden konnte. Welche Rassekaninchenschau kann das mit Blick auf sinkende Mitgliederzahlen und leider nachlassendem ehrenamtlichen Engagement über einen Zeitraum von 22 Jahren schon sagen?! Wir Scheckenzüchter als älteste Veranstalter von „Überregionalen“ oder „AG-Schauen“ dürfen darauf auch etwa stolz sein. Dabei spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, ob wir nun 1.342 Tiere ausstellen oder 1.100, da die Tierzahl eher ein untergeordnetes Element unserer Tradition ist. Wichtigere sind der sprichwörtlich familiäre und kameradschaftliche Zusammenhalt, die guten und vertrauensvollen Gespräche bei Kaffee und Kuchen oder am Grillstand, die geselligen Abende bei gutem Essen und Fröhlichkeit bei durchaus einem „kräftigen Schluck aus der Pulle“ und nicht zuletzt auch der Ausflug, der uns schon viele Regionen näher gebracht hat. Ach… ja, dann gibt es auch noch die Bewertung der Tiere mit Siegern und zweiten Siegern, den Teilnehmern! Für all diese Elemente stand auch diese Schau und hatte mit Florian Rolf als verantwortlichen Gesamtorganisator einen noch recht jungen Ausstellungsleiter, mit Michael Löhr, einen besonnenen und umsichtigen Pol als Vertreter, ein perfekt funktionierenden EDV-Team, einen routinierten Günter Austermann als Organisator und Moderator des Festabends und nicht zuletzt ein tolles Küchenteam um Anke Löhr. 40 selbstgebackene Kuchen sprechen eine deutliche Sprache und über die Qualität kann dem Vernehmen nach jemand berichten, der an einem Tag acht Stücke gegessen haben soll!

 

Ein Freitag zwischen Pferden und Kaninchen

Landgestüt Warendorf als lohnendes Ziel

Am Freitagmorgen machten sich 40 Zuchtfreunde mit dem Bus auf den kurzen Weg zur „Pferdestadt Warendorf“. Als Reiseleiter fungierte Franz-Josef Strotmeier, der dort wohnhaft ist. Zusammen mit einem Stadtführer wurden zunächst die malerische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, den Fachwerkhäusern, der historische Marktplatz und die Laurentiuskirche besichtigt. Nach einer kleinen Pause und der Einkehrmöglichkeit in eine der vielen gemütlichen Gaststätten stand natürlich auch eine geführte Besichtigung des Nordrhein-Westfälischen Landgestütes im Mittelpunkt. Seit 1826 ist die Hauptaufgabe, Pferdezüchtern qualitätsvolle und genetisch interessante Hengste zur Verfügung zu stellen und damit auch einen Zuchtfortschritt zu erzielen. Zur Kundschaft zählen heute Spitzenzuchten bzw. -ställe aus aller Welt. Rund 85 zuchtaktive Hengste stehen in den denkmalgeschützten Ställen des Gestüts und das ein oder andere wunderschöne Pferd wurde auch den Besuchern vorgeführt. „Halla“, eines der wohl weltbekanntesten und besten Springpferde ziert heute als Bronzestatue das acht Hektar große und weitläufige Gelände und ist stets Motiv für alle Besuchergruppen. „Halla“ trug 1994 und 1995 Hans Günter Winkler zur Weltmeisterschaft und 1956 und 1960 zum Olympiasieg und hat damit Sportgeschichte geschrieben. Dem Gestüt ist heute die Deutsche Reitschule angegliedert und Zentrum der Berufsreiterei und bietet Fortbildungs- und Prüfungslehrgänge für viele Facetten der Reiterei. Auch wenn Sonderveranstaltungen wie die Warendorfer Hengstparaden oder die Symphonie der Hengste jedes Jahr tausende Besucher in das Gestüt locken, hat uns die individuelle Führung doch tiefe Einblicke in eine Welt gegeben, die uns nur „von einem deutlich niedrigeren materiellen Niveau her“ bekannt sein sollte.

 

Besonnene Bewertung und Kataloge schon während des Klönabends

Am frühen Freitagmorgen begrüßte der Ausstellungleiter die anwesenden Preisrichter und Helfer in der geräumigen und hellen Axtbachhalle in Beelen. Leider war es noch wenige Tage vor der Schau zu einigen Absagen von Preisrichtern gekommen, so dass in diesem Jahr nur gut die Hälfte der amtierenden Preisrichter und Obleute Scheckenzüchter waren. Tatsächlich hatte ich auch den Eindruck, dass sich einige etwas schwer taten, die „Linie“ zu finden. Beschweren darf man sich darüber jedoch nicht, weil längst nicht alle Clubs ihr Preisrichterpotential ausschöpfen. Persönlich muss ich gestehen, dass ich auch nicht unbedingt ganz hinter dem „Modell der eigenen Preisrichter“ stehe, denn letztlich haben alle Preisrichter die gleiche Aus- und Fortbildung genossen, stoßen auf ihren örtlichen Schauen auch auf Schecken und eins ist unumstößlich: Kein Mensch ist fehlerlos und jeder trifft seine Entscheidungen im Rahmen eines Ermessensspielraumes! Als Obleute fungierten in diesem Jahr Benjamin Freitag, Peter Hölzer, Jens Jadischke, Detlef Beckers und Wolfgang Linnert, so dass jede der fünf Preisrichtergruppen ihren Obmann hatte. Ferner gab es für jede Preisrichtergruppe einen „Läufer“ zwischen Bewertungstisch und EDV. So gelangten die fertigen Urkunden sehr kurzfristig in die EDV und es konnten sofort z.B. auftretende Unklarheiten oder Fehler abgeklärt werden. Auch die Preisvergabe war bis auf die Abstimmung bei Punktegleichheit ausschließlich bei der EDV angesiedelt. Diese Gesamtabwicklung lief wie am Schnürchen. Erstmals hatte man auch das Wagnis unternommen, den Katalog vor Ort zu drucken und mehr noch: Alle Siegerfotos wurden eingefügt. Die fixen Seiten wie Deckblätter und Werbung wurden im Vorfeld erstellt und nur die variablen Seiten eingefügt.

Am frühen Freitagabend fand in einem liebevoll dekorierten Teilbereich der Halle der westfälische Abend statt und in kurzer Zeit waren die 230 Plätze besetzt. Vielfach drängten sich die Aussteller sogleich um die Aushänge mit den Ergebnissen der Meisterschaft, der Sieger und Meister. Kaum eine Stunde später wurden die ersten noch „warmen Kataloge“ verteilt und gegen 22.00 Uhr hatten alle Züchter ihr Exemplar. Das war in dieser Größenordnung schon eine fantastische Leistung und trug die Handschrift von Louis Sonnabend, der sowohl sein Knowhow als auch die Technik zur Verfügung gestellt hatte. Dieser Abend wäre aber auch ohne eine ganze Reihe fleißiger Damen nicht möglich gewesen. Bereits nachmittags hatten sie begonnen, überaus reichhaltig mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten belegte Vesperteller herzurichten und zu garnieren. In wenigen Minuten wurden sie dann an die Anwesenden verteilt. Sichtlich schmeckte es Allen und man brauchte auch schon den ein oder anderen Absacker, um noch Platz für das letzte Mettwürstchen zu schaffen. Anschließend begann das große Stühlerücken mit den Zuchtfreunden, die man oftmals ein Jahr nicht gesehen hatte. Natürlich bot auch der bereits vorliegende Katalog viel Gesprächsstoff, so dass die Stunden bis nach Mitternacht wie im Fluge vergingen.

 

Ein Samstag von der „Schokoladenseite“

Ja, wenn man von einer prächtigen Halle, vielen Gästen bei der Eröffnungsfeier, einer fantastischen Bewirtung zu zivilen Preisen, einem sehr würdigen neuen Ehrenringträger und einem stimmungsvollen Züchterabend sprechen bzw. berichten darf, muss man das schon als die „Schokoladenseite“ der Scheckenzucht bezeichnen! Aus Verlautbarungen vieler Funktionäre, Besucher und anderer Züchter hört man immer wieder, dass sich in diesem Rahmen unser jährlicher „Treff“ deutlich von vielen anderen Veranstaltungen abhebt. Tradition bewahren, muss nicht uncool sein!

 

Die Eröffnung mit Ehrenringverleihung an Jens Jadischke

Es war dem Clubvorsitzenden Michael Löhr vergönnt, über 200 Besucher bei der Eröffnung am Samstagmorgen in der Axtbachhalle in Beelen begrüßen zu dürfen. An der Spitze standen mit Rolf Mestekemper der Bürgermeister der Gemeinde Beelen und der Landesverbandsvorsitzende der Westfälischen Rassekaninchenzüchter, Peter Hölzer jr.  Mit Bernd Lohöfer-Marotz, Reinhard Bruns und Manfred Kloppe waren auch Vertreter der regionalen Rassekaninchenzucht der Einladung gefolgt. Auch Hermann Höflich als Ehrenvorsitzender des Scheckenclubs W 711 wurde ebenso herzlich begrüßt wie der Sprecher des Arbeitskreises, Thomas Schmidt. Als „verdiente Träger der Scheckenzucht“ begrüßte er die Ehrenringträger Heinz Wendt, Erik Mücke, Jacob Albrecht, Ewald Dietz, Werner Winkens, Reinhold Ellenberg, Wolfgang Knuth und Hermann Höflich, die in geselliger Runde einen ganzen Tisch einnahmen. Michael Löhr richte ausdrücklichen Dank an sein Organisationsteam und an die vielen fleißigen Helfer in der Halle und vor allem in der Küche, am Grillstand und hinter der Theke. Bürgermeister Mestekemper war auch voll des Lobes, dass seine Gemeinde Gastgeber dieses bedeutenden Ereignisses der Kleintierzucht sein dürfe. Er habe sich davon überzeugen können, dass Scheckenkaninchen nicht nur faszinierendes Beispiel für Vielfalt und Schönheit der Natur seien, sondern auch ein Symbol für Engagement und Leidenschaft vieler Aussteller. Letzteres war natürlich für den Landesverbandsvorsitzenden Peter Hölzer Steilvorlage, auf die geplante Novellierung des Tierschutzgesetztes einzugehen, das unter Umständen diese Leidenschaft gerade in der Scheckenzucht stark einschränken könnte. Er erläuterte die Bemühungen des ZDRK-Vorstandes im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens hierauf im Sinne der Rassekaninchenzucht noch Einfluss zu nehmen. Als Landesverbandsvorstand sei er natürlich glücklich darüber, dass der sehr engagierte westfälische Club diese Veranstaltung offensichtlich wohl zur vollsten Zufriedenheit seiner Gäste ausrichten könne. Arbeitskreissprecher Thomas Schmidt schloss sich diesen lobenden Worten an und konnte in diesem Tenor gleich in der Laudatio für den neuen Träger des „Goldenen Schecken-Ehrenrings“, unserem Züchterfreund Jens Jadischke, fortfahren. Es gebe wohl keinen anderen so erfolgreichen Züchter der Deutschen Riesenschecken und Rheinischen Schecken (zweimal Europameister, dreimal Europachampion, 11 mal Deutscher Meister, 12 mal Bundessieger, 16 mal Rassemeister auf der „Überregionalen“ und 33 mal Landesmeister in Hannover), dem bisher diese Ehrung angetragen worden sei. Hinzu komme sein vielfältiges Wirken im Verein, Kreisverband und Club in vielen Funktionen. Seine ganz persönliche Art, das Positive eines zu beurteilenden Kaninchens hervorzuheben, habe ihn zu einem beliebten Preisrichter und noch mehr zu einem auch umsichtigen Preisrichterobmann und Funktionsträger in der Preisrichtervereinigung Hannover gemacht. Zuletzt habe er auch als Ausstellungsleiter der „Überregionalen 2023“ sein Organisationsvermögen unter Beweis gestellt. So sei es nicht verwunderlich, dass er bis hin zur Landesverbandsebene alle Ehrungen erfahren durfte und es fehle „nur“ noch die Anerkennung seiner Gesamtleistung zum Wohle der Scheckenzucht, nämlich die Verleihung des „Goldenen Schecken-Ehrenrings“. Gefühlsmäßig sichtlich bewegt nahm Jens Jadischke die Ehrung entgegen und dankte den anwesenden Züchterfreunden für die hierdurch erwiesene Anerkennung seiner Person und seines Wirkens. Sodann gesellte er sich in den Kreis der schon anwesenden Ehrenringträger und nahm die zahlreichen Glückwünsche entgegen.

 

Zum Festabend, statt „zum Lachen in den Keller“

Günter Austermann war bereits Ausstellungsleiter der „Überregionalen“ vor 11 Jahren in seiner Heimatstadt Harsewinkel. Nun hatte er dort die Organisation und Abwicklung des Festabends in einer geräumigen und sehr gut ausgestatteten Mehrzweckhalle übernommen. Als exzellenter Conferencier führte er kurzweilig durch den Abend, dem rund 230 Züchter beiwohnten. Zur Bedienung hatte er eine Reihe junger Damen als Service-Team gewonnen, die allesamt Mitglieder „seines W 14“ waren. Das angebotene reichhaltige Buffet fand umfassenden Zuspruch und anschließend wurden in zwei Blöcken die hohen Preise vergeben. Hier konnte Günter Austermann eindrucksvoll seine Routine ausspielen, denn bei solchen Anlässen gilt es, einen gewissen Stil zu wahren, andererseits aber auch Ehrungen nicht langatmig zu moderieren. Der ein oder andere flotte Spruch zu diesem oder jenem Preisträger kam jedenfalls prima an!  Die „Play Back Piraten“ brachten schließlich ordentlich Stimmung in den Saal und das Repertoire reichte von Kerstin Ott bis hin zu karnevalistischen Liedern aus dem Rheinland. Mitsingen, Polonaise, Tanz und das ein oder andere Gebraute waren Merkmale eines sehr kurzweiligen Abends, der für fast alle Gäste erst deutlich nach Mitternacht endete.

 

Die Bestleistungen

An erster Stelle muss man hier die Clubmeisterschaft hervorheben, die Mannschaftsleistung für die zurückliegende Saison. Hier siegte in diesem Jahr der Scheckenclub Baden mit 1.170,5 Pkt. vor Westfalen mit 1.170,0 Pkt. und Württemberg/Hohenzollern mit 1.167,5 Pkt. Auf den Plätzen folgten Bayern, Hannover und West-Sachsen. Die beste Gesamtleitung der Schau zeigte Günter Haußler (Zwergschecken, thüringerfarbig-weiß, 584,0 Pkt.). Es folgten Marielle & Philippe Eckstein (Englische Schecken, blau-weiß, 584,0 Pkt.), Erik Büscher (Englische Schecken, schwarz-weiß, 583,5 Pkt.), Michael Löhr (Englische Schecken, schwarz-weiß, 583,5 Pkt.) und Louis Sonnabend (Zwergschecken, schwarz-weiß, 582,5 Pkt.). Die Rassemeister und -sieger werden in der folgenden Rassekritik genannt. Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang, dass jeder Aussteller und auch Preisrichter dieser Überregionalen als Gastgeschenk eine sehr schön gestaltete Erinnerungsmedaille erhielt.

 

Die Rassen in der Kritik

 

WEITER LESEN HIER

Ehrenringverleihung an Jens Jadischke

69. Landesschau am 7./8. Dez. 2024

 

Züchterische Erfolge durch prima Mitarbeit deutlich aufgewertet!

 

Der Landesverband richtete wieder unter Mitwirkung zahlreicher Helfer aus den Kreisverbanden seine Landesschau mit 2.065 Tieren auf dem Rittergut Birkhof aus. In den lichtdurchfluteten Hallen des ehemaligen Gartenzentrums gelang wieder eine perfekte Demonstration der rheinischen Rassekaninchenzucht. Angeschlossen war in diesem Jahr auch die 1. Rassebezogene Europaschau für die Rasse Satin. Nach vielen Jahren gelang es den Clubmitgliedern wieder einmal alle Landesmeistertitel zu holen, die in den Punktscheckenrassen vergeben wurden, auch wenn durchaus eine noch bessere Beteiligung geboten und möglich wäre. So wurden Frank Verhufen und Hans Günter Michel mit 384,5 bzw. 384,0 Pkt. Landesmeister bei den DRSch, schw.-weiß, bzw. bei den RhSch. Tiere anderer Clubzüchter fehlten gänzlich. Bei den KlSch, schw.-weiß sah es schon deutlich besser aus. Erich Pries, Hermann Josef Straeten und Walter Willems stellten immerhin vier Zuchtgruppen. Dabei überragten die Tiere von Walter Willems wie schon auf der „Überregionalen“ und LV-Clubschau deutlich. Mit stattlichen 387,5 Pkt. wurde er Landesmeister, stellte mit 97,5 Pkt. einen Klassensieger und ferner wurde ihm für die viertbeste ZG der gesamten Schau die Franz Jakobs Erinnerungs-Medaille verliehen. Aber auch die Tiere von Hermann Josef Straeten konnten prima gefallen und wer wie Erich Preis noch mit 93 Jahren ausstellen kann, ist ohnehin Sieger. Obwohl eine ZG fehlte sahen wir mit vier ZG bei den ESch, schw.-weiß, auch eine reine Konkurrenz unter Clubzüchtern.  Hier wurde Werner Winkens mit 385,5 Pkt. LM und stellte den Klassensieger. Es folgten Franz-Josef Temme und Franz-Josef Thelen. Anschließend stellte Bruno Surrey mit 383,0 Pkt. eine ZG ESch, dreifarbig.

Den größten Erfolg erzielten wir aber in der Mitarbeit, die einfach erforderlich ist, um eine solche Großveranstaltung auszurichten und deshalb unbedingt einmal herausgestellt werden sollte. Vielleicht ist es auch Ansporn für solche Mitglieder, die sich hier eher zurückhalten. An erster Stelle dürfen wir stolz darauf sein, dass Detlef Beckers als Landesverbandsvorsitzender die „Fäden zusammenhält“ und seine Frau Giuditta das Küchenteam nicht nur organisiert, sondern jeden Tag von früh bis spät im Einsatz ist. Walter Willems als Konditormeister ließ sich als Bratwurströster entfremden. Norbert Schellen und Franz-Josef Temme waren für den Getränkeausschank eingeteilt. Peter und Michael Berretz und Bruno Surrey gehörten zum Aufbau-, Fütterungs- und Abbauteam und Werner Winkens sorgte mit Franz-Josef Temme für die Ausschmückung der Halle. Man stelle sich mal vor, jedes dritte Clubmitglied im Landesverband oder gar jedes dritte Mitglied im Landesverband würde eine LV-Schau durch Mitarbeit unterstützen?!

Werner Winkens

 

42. Landesverbands Clubschau des

LV Rheinischer Rassekaninchenzüchter e.V.

am 02. November 2024

in 53894 Mechernich-Kommern

 

Großartige Landesclubschau mit 3. Platz im Clubwettbewerb

 

Am 2.11.2024 richtete die Abteilung der Clubs im LV erstmals unter Mitwirkung der einzelnen Clubs eine Landesclubschau aus. Sie fand in Mechernich-Kommern statt und vom Aufbau bis zum Abbau fand der LV-Stand stets zahlreiche Helfer, was der LV-Clubvorsitzende in seinen Begrüßungsworten auch sehr lobend hervorhob. Bei einer stattlichen Tierzahl von 464 beteiligte sich unser Club leider nicht sehr rege und nur fünf Mitglieder stellten ihre Tiere. Dies aber mit sehr gutem Erfolg! Vor allem im Clubwettbewerb erzielte der Scheckenclub mit vorher getippten 10 Tieren stattliche 966 Punkte und wurde damit Drittplatzierter. Das herausragende Ergebnis erzielte hierbei Walter Willems mit seinen Kleinschecken, schwarz-weiß, der mit seinen Tieren in der ZG 387,5 Pkt. erzielte und damit die zweitbeste Leistung auf der gesamten Schau zeigte und Landesclubmeister wurde. Dies wurde im Rahmen der Siegerehrung auch mit der Goldenen Medaille des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW honoriert. Seine äußerst typvollen Tiere zeigten zudem auch einen sehr guten Rassewert und konnten damit sein Spitzenergebnis auf der Überregionalen 14 Tage zuvor voll bestätigen! Auch Werner Winkens zeigte mit seinen Englischen Schecken, schwarz-weiß prima Tiere und wurde mit 386 Pkt. ebenfalls Landesclubmeister. Aber auch die Tiere von Franz-Josef Temme konnten mit 383 in dieser Rasse überzeugen. Bruno Surrey stellte eine ZG der Englischen Schecken, dreifarbig, aus, machte 382 Pkt. und konnte damit ebenso zu dem sehr guten Mannschaftsergebnis beitragen wie auch Hans-Günter Michel mit seinen Rheinischen Schecken, die feine 384 Pkt. machten.

 

Da die gesamte Veranstaltung großartig organisiert und in einem äußerst ruhigen und besonnen Rahmen stattfand und nicht zuletzt auch eine sehr gute Verpflegung geboten wurde, kann man abschließend dem Organisations- und Helferteam ein großes Lob aussprechen. Vielleicht kann diese positive Kritik auch dazu beitragen, dass in zwei Jahren die nächste Veranstaltung noch mehr Aussteller und Besucher findet. Das Potential ist jedenfalls da!

 

Werner Winkens

49. Überregionale Scheckenclub-Vergleichsschau

in Beelen

 

Am 17. Oktober 2024 brachen wir mit unseren Tieren auf, um sie im Nachbarlandesverband zu präsentieren. Nach einer für die Scheckenfamilie ungewohnten kurzen Anreise erwartete uns eine Ausstellung, die meines Erachtens das Prädikat vorzüglich verdient. Unter der Leitung von Florian Rolf und Michael Löhr wurde uns ein Wochenende geboten, dass keine Wünsche offen ließ. Eine familiäre, ruhige Atmosphäre zog sich durch die vier Veranstaltungstage. Nachdem unsere Tiere, in der sehr geräumigen, gut belüfteten und lichtdurchfluteten Halle untergebracht waren und wir nach kurzem Smalltalk mit den Züchterfreunden aus allen Teilen der Republik im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf einen kurzen Marsch zum Griechen. Dort ließen wir den Abend feucht-fröhlich ausklingen. Hierfür noch mal Dank an Werner Winkens, der das alles wieder hervorragend organisiert hatte.

 

Am Bewertungstag waren einige Clubmitglieder zur Mitarbeit auf der Ausstellung eingeteilt. Andere erkundeten mit der organisierten Tour oder eigenständig die Umgebung von Harsewinkel. Später konnten wir dann auf dem Westfälischen Abend bei einer deftigen Wurstplatte die Ergebnisse der Bewertung begutachten. 

Hier konnten wir folgende V–Tiere für den Club Rheinland verbuchen: Rheinische Schecken 1x 97 und 1x 97,5 Punkte von Franz Josef Thelen. Walter Willems folgte mit Kleinschecken schwarz–weiß 2 × 97 und 1x 97,5 Punkten. Anne Feegers erreichte einmal 97 Punkte mit Kleinschecken schwarz-weiß. Nun folgte Werner Winkens mit 1x 97 Punkte für Englische Schecken, schwarz–weiß.

Leider konnten in diesem Jahr unsere Zuchtfreunde, Frank Verhufen, Deutsche Riesenschecken, Rainer Aust, Kleinschecken, schwarz–weiß und blau–weiß, Franz Josef Thelen, Englische Schecken, schwarz–weiß, Englische Schecken, dreifarbig, Franz Josef Temme, Englische Schecken, schwarz–weiß und Peter Berretz, Englische Schecken, blau–weiß keine V–Tiere laut Preisrichterurteil vorstellen. Alle weiteren Ergebnisse des Scheckenclubs Rheinland könnt ihr dem Bericht von Werner Winkens entnehmen, der in Kürze erscheinen wird. 

 

Am Samstag fand der große Züchterabend mit Siegerehrung in Harsewinkel statt. Hier wurden Franz Josef Thelen als dritter Rassemeister, Rheinische Schecken 483 Punkte und in der gleichen Rasse für die Beste 0.1 mit 97,5 Punkten ausgezeichnet. Ferner sicherte er sich bei den Englische Schecken, dreifarbig den dritte Rassemeister. 

Mit 484,5 Punkten konnte Walter Willems den zweiten Platz der Rassemeisterschaft bei den 

Kleinschecken schwarz-weiß und die Sieger Häsin 0.1 mit 97,5 Punkten sein Eigen nennen.

Nach einem hervorragend organisierten Züchterabend, bei dem so mancher seine Hüft-, Knie- und Rückenprobleme vergaß, mussten wir uns leider am Sonntagmorgen von unseren Gastgebern verabschieden.

 

Walter Willems

 

Siegerhäsin 97,5 Punkte

Kleinschecken schwarz-weiß

von Walter Willems

Walter Willems und

Franz-Josef Thelen

Siegerhäsin 97,5 Punkte

Rheinische Schecke von

Franz-Josef Thelen

Katalog 49. Überregionale Scheckenclubvergleichsschau 2024
Katalog 49. Überregionale Scheckenclubvergleichsschau 2024 in Beelen
Katalog 49. ÜSVS W711 Münsterland 2024.p[...]
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Kleinschecken-Züchtertreffen am Niederrhein

 

Trotz Regenwetters fand am 23.03.2024 wieder das Kleinschecken-Züchtertreffen des Scheckenclubs Rheinland in der Stallanlage von Reiner Aust statt. Neben den Zucht- und Nachzuchttieren von Reiner Aust wurden auch wieder mitgebrachte Tiere besprochen und getauscht. Der rege Erfahrungsaustausch war nicht nur für die Neumitglieder im Club sehr interessant. Auch die Verpflegung war, wie immer, fantastisch!!. Zuchtfreundschaften und die Zusammenarbeit in der Zucht sind ein Schwerpunkt der Clubarbeit und wurde hier wieder praktisch unter Beweis gestellt. Der Termin für das nächste Kleinschecken-Züchtertreffen im nächsten Frühjahr steht schon fest und wird dann wieder mit Spannung erwartet.

v.l. Reiner Aust, Walter Willems, Werner Winkens, Hans-Günter Michel und Philipp Wawrzyniak-Kottig

Jahreshauptversammlung des Scheckenclub Rheinland am 18.02.2024, ganz im Zeichen von Ehrungen und Neuwahlen

 

Der erste Vorsitzende Philipp Wawrzyniak-Kottig konnte, bis auf drei krankheitsbedingt fehlende Mitglieder, alle Mitglieder, sowie den ersten Landesverbandsvorsitzenden Detlef Beckers, in Grevenbroich begrüßen

Bei den üblichen Jahresberichten wurde mit viel Lob auf das vergangene Zuchtjahr eingegangen.

 

Dann hatte Walter Willems, als zweiter Vorsitzender, die Ehre zwei verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Er begann mit Hans-Günter Michel, der in diesem Jahr nicht nur seinen 80. Geburtstag feierte, sondern gleichzeitig unserem Club 25 Jahre angehört. Seine herausragenden Eigenschaften sind Ruhe, Besonnenheit, Zurückhaltung und Hilfsbereitschaft. Ein Glück für uns, dass er sich Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts für den Scheckenclub Rheinland entschied und nicht nach Rheinland Nassau abwanderte. Waren doch die Wege zu den Versammlungen immer sehr weit für ihn, dem Mann aus dem Ahrtal. Von Beruf stieg er vielen Menschen als Schornsteinfeger aufs Dach. Er brachte den Menschen, denen er begegnete, schon von Berufs wegen viel Glück. Seit er im Club Mitglied ist, widmete er sich der Zucht der Rheinischen Schecken und erzielte tolle Erfolge auf Landesschauen, aber auch auf Clubschauen. Die Zuchtfreunde vom Scheckenclub Rheinland hoffen auf noch viele schöne Jahre und wünschen unserem Zuchtfreund Hans-Günter weiterhin gute Erfolge in der Zucht und bedanken uns für 25 Jahre Treue zum Club.

Anschließend hielt Walter Willems eine Laudato über Werner Winkens, der seit nunmehr 40 Jahre dem Scheckenclub Rheinland die Treue hält und zu dessen Entwicklung er maßgeblich beigetragen hat. Wie mit einem Paukenschlag meldete sich im Jahr 1979 ein 22-jähriger dynamischer Züchter auf der Bühne des Landesverband Rheinland und mischte die alten Hasen gewaltig auf. Auf Anhieb stellte Werner Winkens die beste Zuchtgruppe mit damals hervorragenden 381,5 Punkten, was ihm den Titel Landesmeister, sowie einen Minister-Ehrenpreis einbrachte. Damals war auch der Titel Landesmeister noch wertvoller, standen doch tatsächlich 80 Englische Schecken in schwarz-weiß in der Konkurrenz. Ein Glück, dass er damals schon vorher seiner Freundin und späteren Frau Helga bei einem der ersten Dates berichtete, dass er ein „komisches Hobby“ habe. Sie kam aber auch aus einer Züchterfamilie, so konnte die Reise weitergehen. Werner trug maßgeblich dazu bei dem „komischen Hobby“ ein neues Image zu geben und einen frischen Wind in die Scheckenkaninchenzucht zu bringen. Sei es durch das Schreiben interessanter, mit tollen Bildern gespickter, Fachberichte im Dkz oder Internet, als fachlicher Berater der Standard Fachkommission oder als Organisator von vier Scheckenclub-Vergleichsschauen. Seinem Landesmeister Titel von 1979 folgten noch etliche Titel, bei Clubmeisterschaften, aber auch bei überregionalen Meisterschaften. Landessieger, Bundessieger, Siegertiere auf überregionalen Scheckenclub-Vergleichsschauen, um nur einige zu nennen. Im Arbeitskreis der Scheckenzüchter ist er als graue Eminenz, als kompetenter, fachlich präzise argumentierender Berater in Standardfragen, aber auch in Rechtsfragen tätig. Vor 40 Jahren fand er seinen Weg zum Scheckenclub Rheinland und wir sind ihm unendlich dankbar für die Arbeit, die er bis jetzt für uns geleistet hat.

Nach diesen Ehrungen konnten wir dann noch ein neues Mitglied im Club aufnehmen. Hermann Josef Straeten aus Wachtendonk widmet sich schon seit Jahren der Zucht der Kleinschecken, schwarz-weiß und blau-weiß und möchte ab der kommenden Ausstellungsaison unseren Club unterstützen. Die Mitglieder freuen sich den amtierenden Landesmeister mit Kleinschecken schwarz-weiß im Club begrüßen zu dürfen.

Zur Neuwahl des Geschäftsführers und Referent für Öffentlichkeitsarbeit ist Folgendes zu berichten: Da Werner Winkens schon vor acht Jahren angekündigt hatte, dass er das Amt des Geschäftsführers und des Referenten für Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr weiter ausüben möchte, stellte er sich nicht mehr zur Wahl. Rainer Aust stellte sich dann als Schriftführer zur Wahl und wurde einstimmig gewählt. Hierfür danken wir ihm sehr. Die restlichen Aufgaben wird der Vorstand übernehmen.

Der Club einigte sich darauf eine Clubjungtier-Tischbewertung am 29. Juni 2024 in Kamp-Lintfort durchzuführen. Hierbei soll der Preisrichter eine öffentliche Bewertung durchführen. Die Tierzahl für jeden Aussteller wurde auf vier Tiere pro Rasse und Farbenschlag begrenzt. Auf dieser Ausstellung soll auch unsere nächste Versammlung stattfinden.

Der LV-Vorsitzende Detlef Beckers gab dann noch Termine bekannt:

Landesverbands-Clubtagung am 7. April 2024 im Mercator Hotel Gangelt,

Landesverbands-Tagung am 5. Mai 2024

Landesschau am 7/8.Dezember 2024

Landesverbands-Clubschau 2./3. November 2024 in Mechernich.

Unser Club wird wieder mit circa 20 Personen zur Überregionalen Scheckenclub-Vergleichsschau am 19./20. Oktober 2024 nach 48361 Beelen fahren. Die Zimmer hierzu sind schon bestellt.

Nach einer Stärkung entließ der erste Vorsitzende die anwesenden Mitglieder mit „gut Zucht“.

Walter Willems

24 Clubtiere von 24.476!!!

auf der Bundesschau in Leipzig!

 

Ein nie erwartetes Meldeergebnis hatte die 36. Bundes-Kaninchenschau in Leipzig am 16./17.12.2023 und sollte die Krönung des Zuchtjahres werden. Für die vier Züchter des Clubs erfüllten sich die Hoffnungen vielleicht nicht ganz. Zwei vierte Plätze waren dennoch ein recht zufriedenstellendes Ergebnis.

Walter Willems konnte dabei trotz sehr mäßiger Punktezahl mit seinen Kleinschecken, schwarz-weiß, und Zuchtgruppenergebnissen von 383 und 380,5 Pkt. noch zufrieden sein. Die 383 Pkt. reichten bei sehr strenger und manchmal kaum nachvollziehbarer Bewertung noch für einen beachtenswerten vierten Platz und wurde mit einem ZDRKE belohnt. Mit Franz-Josef Thelen, Franz-Josef Temme und Werner Winkens gingen gleich drei Züchter mit insgesamt vier Zuchtgruppen ins Rennen. Das beste Ergebnis erzielte Franz-Josef Thelen mit 385,5 Pkt. (LP1) und platzierte sich damit knapp hinter der Spitze. Franz-Josef Temme und Werner Winkens landeten mit 383 Pkt. bzw. 383,5 Pkt. im „geschlagenen Mittelfeld“. Bei den Englischen Schecken, dreifarbig, lief es bei Franz-Josef Thelen auch nicht so gut wie auf der „Überregionalen“. Von den 10 ausgestellten Zuchtgruppen erzielte er mit 385 Pkt. den vierten Platz.

Werner Winkens

 

68. LV-Schau im Rheinland

am 2./3.12.2023

 

Für den Club kam nach dem „Höhenflug“ auf der Überregionalen geradezu eine „Absturz“ auf der Landesverbandsschau. Dies betrifft sowohl die Teilnehmerzahl als auch der Ausstellungserfolg. Umso enttäuschender war dies, als auf der Schau fast 1.800 Tiere und damit rund 400 Tiere mehr als im Vorjahr standen. Auch die repräsentative Gestaltung auf dem Rittergut Birkhof trug wieder in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten zu einem sehr schönen Ambiente bei und hätte sicherlich auch mehr Besucher verdient gehabt. Norbert Schellen stellte 1 ZG Deutsche Riesenschecken, blau-weiß, die 381 Pkt. machte. Die Tiere waren zum Teil etwas kleinrahmig, während der Rassewert ordentlich gezeigt wurde. Es folgten 6 Kleinschecken, schwarz-weiß, von Erich Pries, die in der ZG auf 382 Pkt. kamen. Die ZG von Reiner Aust kam leider aufgrund eines nb-Tieres nicht ins Ziel. Letzterer stellte dann noch eine ZG Kleinschecken, blau-weiß, die auf 380 Pkt. Die Kleinschecken wurden recht kritisch bewertet und kamen im nationalen Vergleich auf der Überregionalen schon etwas besser weg. So war es den Englischen Schecken, schwarz-weiß, vorbehalten, die Clubfahne einigermaßen hoch zu halten. Franz Josef Thelen, Franz Josef Temme und Werner Winkens stellten 4 ZG und alle kamen mit sehr guten Punktezahlen in Ziel. Franz Josef Temme erzielte 2 x tolle 386 Pkt., Werner Winkens kam auf 387 Pkt. und hatte mit 97,5 Pkt. das beste Tier.

Landesmeister wurde Franz Josef Thelen mit vorzüglichen 387,5 Pkt. Zudem zählten die beiden Letztgenannten mit der Goldenen Medaille des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW und der Medaille des Vize-Präsidenten zu den „großen Preisträgern der Schau“. Dennoch überwiegt der Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung!

Werner Winkens

Gesamtbericht von Werner Winkens

 

48. Schecken-Club-Vergleichsschau 2023 in Nienburg/Weser

 

Der Schecken- und Holländerclub Hannover bestand mit Bravour seine Feuertaufe

 

Die diesjährige „Überregionale“ fand vom 06. bis 08. Oktober 2023 in Nienburg an der Weser statt. Hierfür standen Räumlichkeiten der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (DEULA) zur Verfügung. Auf dem riesigen Gelände befinden sich technisch moderne Unterrichtshallen und Schulungsräume und ein attraktiv ausgestattetes Gästehaus, in dem auch viele der 131 Aussteller wohnten. Kurze Wege zwischen Ausstellungshalle und Quartier waren schon ein erster großer Pluspunkt dieser Veranstaltung und nicht nur ZDRK-Präsident Bernd Graf unterstrich in seinem Grußwort im Ausstellungskatalog diese Verbindung bzw. Zuordnung unserer Rassekaninchenzucht zur Landwirtschaft. An dieser Stelle wird zur Vervollständigung darauf hingewiesen, dass in diesen Räumlichkeiten auch regelmäßig die Landesverbandsschauen des LV-Hannover stattfinden. So war dann auch die geräumige Halle, in die 1.172 ausgestellten Punktschecken nebst 237 Kaninchen der angeschlossenen Kreisverbandsschau des Kreisverbandes Leine-Weser und des RKZV F95 Nienburg ausgestellt waren, absolut tiergerecht. Von diesen beiden Organisationen wurde schließlich auch der Club arbeitstechnisch unterstützt. Ja, der Club hatte in den letzten Jahren schon einen gewissen Druck aus der Scheckenfamilie erfahren, denn er hatte noch nie eine „Überregionale“ durchgeführt, während einige Clubs schon fast regelmäßig diese Schau ausrichteten. Schließlich stehen in den Reihen der diesjährigen Gastgeber recht viele noch durchaus junge, agile und auch sehr erfolgreiche Züchter, die unbedingt auch organisatorisch einmal beweisen sollten, dass sie zu Recht den Schriftzug „Die Besten im Norden“ in ihrem Namenszug tragen und so auch werben. Nachträglich darf man feststellen, dass die Erwartungen erfüllt wurden. Auch die eigene Zurückhaltung bei der Tiermeldung und Preisrichtertätigkeit hat Kritikern, oder sollte ich besser Neidern sagen, „den Wind aus den Segeln genommen“… Chapeau! 

 

Ein kurzweiliger Freitag

 

In der Regel erfolgt die Einlieferung der Kaninchen am Donnerstagabend. Oftmals verbringen dann die einzelnen Clubs den Abend bei einem guten Essen in einer selbst gebuchten Gaststätte oder im Hotel, denn Freitagmorgens geht das vielfältige Treiben früh los.

 

Äußerst ruhige und besonnene Bewertungsteams

 

Ausstellungsleiter Jens Jadischke begrüßte gegen 8.00 Uhr die anwesenden Preisrichter, Zuträger und sonstigen Helfer. Dabei machte er deutlich, dass in den folgenden Stunden die schönsten Scheckenkaninchen von den besten deutschen und aus dem benachbarten Ausland in den Clubs angeschlossenen Züchtern zur Bewertung anstehen. Das wolle man anschließend auch auf den Bewertungsurkunden und im Katalog sehen. Zweifellos kam diese „Ansage“ an. Ich möchte als Berichterstatter ergänzen, dass dies keinesfalls dazu führte, dass das ganze Punkteniveau deutlich angehoben wurde. Nein, durchschnittliche Tiere wurden auch mit 94/95 Pkt. bewertet. Vorzügliche Tiere wurden auch deutlich hervorgehoben und nicht selten habe ich gesehen, dass Obleute gegenüber dem Vorschlag eines Preisrichters noch einen halben Punkt „drauflegten“. Ja, so darf man durchaus agieren, denn Obleute haben den gesamten Überblick der in ihrer Gruppe bewerten Tiere. Oft zu beobachtende Gleichmacherei vieler Tiere um die 96/96,5 Pkt.  -nur um niemandem weh zu tun- bringt unsere Zucht nicht weiter! In diesem Sinne arbeiteten schließlich die Obleute Hans-Heinrich Müller, Detlef Beckers, Dieter Rosenau, Armin Fieberg und Gert Dölling Hand in Hand mit 20 Preisrichtern, die etwa zu 50% Scheckenzüchter waren. Dass letztlich bei der „Nachbewertung“ der eine oder andere Züchter nicht immer umfassend die beurkundete Auffassung teilte und sicherlich auch durch die Preisrichter hier und da schon einmal eine -ich sage- etwas unglückliche Entscheidung getroffen haben, liegt einfach in der Natur der Sache, wenn Menschen in wenigen Minuten weitgehende Ermessensentscheidungen treffen müssen.

 

Geschichtsträchtiges Schloss Landestrost mit prickelndem Sekt

 

Viele Aussteller und Partner genießen es, auf den Überregionalen regelmäßig Land und Leute an den verschiedenen Ausstellungsorte kennen zu lernen. So war auch in diesem Jahr der Bus wieder bis auf den letzten Platz gefüllt, den Reiseleiter Karl-Heinz Brückner, nach Neustadt begleitete. Ziel war das geschichtsträchtige Weserrenaissance-Schloss Landestrost. Der Amtsgarten mit seinem weitschweifenden Blick von den Leineterrassen lud zu einem kleinen Spaziergang ein. Beeindruckend hierbei war vor allem das gartenkünstlerische Element des 250-jährigen Laubengangs aus Hainbuchen. Schließlich führte der Weg in den kühlen Gewölbekeller unter dem Schloss, wo seit 1888 eine Sektkellerei betrieben wird, die ihre Wurzeln im Zentrum der Champagne, in Reims, hat. Eine Führung mit Verkostung des Dupre`s-Sektes war sicherlich auch für uns ein Erlebnis zumal geschichtlich betrachtet dieser in erster Linie an Königs- und Herrenhäuser geliefert wurde.

 

Ungezwungener niedersächsischer Abend

 

Der Abend mit rd. 180 Züchtern und Gästen fand in einem Nebenraum der Tierhalle statt. Die Witterung war so mild, dass man über ein geöffnetes großes Tor den draußen stehenden Bierpavillon erreichen konnte und so mit Freunden und Bekannten in geselliger Runde die eine oder andere „Kaltschale“ zu sich nehmen konnte. Locker und gelassen „war man drauf“… von der Ausstellungsleitung, die mit Hilfe des großartigen EDV-Teams den Katalog bereits „eingetütet“ hatte, von leicht ermüdeten Helfern, Zuträgern und Preisrichtern bis hin zu in aller Regel sehr zufriedenen Züchtern, die ihre Ergebnisse schon mit Zuchtfreunden austauschen konnten. Als dann schließlich gegrilltes Spanferkel mit Sauerkraut und Kartoffelpüree aufgetischt wurde, war die Welt rundum in Ordnung. Ein regionaler Kräuterlikör mit dem vielsagenden Namen „Bullenschluck“ räumte dann den Magen auf und schuf Platz für das ein oder andere Bier. So endete der anstrengende Tag erst gegen Mitternacht.

 

Ein Samstag zum Genießen

 

Eröffnungsfeier und Ehrenringübergabe

 

Recht viele Züchter versammelten sich am Samstagmorgen in dem bereits beschriebenen Nebenraum der Tierhalle zur Eröffnungsfeier. Dabei konnte Vorsitzender Jens Jadischke neben dem Schirmherrn der Veranstaltung, dem Landesverbandsvorsitzenden des LV Hannover Gerald Heidel, den LV-Ehrenvorsitzenden Hans-Heinrich Müller, den LV-Clubobmann Tobias Nöppert, die Referentin der ZDRK-Clubabteilung Katharina Halter und den Arbeitskreisleiter Thomas Schmitt begrüßen. Auch den zahlreich anwesenden Ehrenringträgern vergangener Jahre hieß er ein herzliches Willkommen. In diesem Zusammenhang ist besonders zu erwähnen, dass die drei Erstgenannten die bisherige Veranstaltung sehr aktiv unterstützt hatten. Gerald Heidel war verantwortlich für die EDV, Hans-Heinrich Müller stand nach eigenem Bekunden letztmalig bei einer großen Schau als Preisrichterobmann zur Verfügung und Tobias Nöppert war tags zuvor Preisrichter. Jens Jadischke bedankte sich eingangs bei den Ausstellern für das sehr gute Meldeergebnis und die große Unterstützung, die er von seinen Mitgliedern und den Zuchtfreunden des Kreisverbandes Leine-Weser und des Rasse-Kaninchenzuchtvereins F95 Nienburg/Weser e.V. erfahren habe. Der bisherige reibungslose Ablauf sei Beweis für ein fruchtbares Miteinander. Schirmherr Gerald Heidel sagte, dass ihm erstmals „vor seiner Haustür“ eine Schirmherrschaft angetragen worden sei. Als Landesverbandsvorsitzender und hiesiger Kreisverbandsvorsitzender kenne er die Strukturen und da in der DEULA bereits oftmals LV-Schauen ausgerichtet worden seien, habe er gerne den Club in „seinem Wohnzimmer“ unterstützt. EDV-technisch habe er schon alle Tiere „kennen gelernt“ und bei einem ersten Rundgang habe er eine hohe und beeindruckende Leistungsdichte der Zuchten bestaunen dürfen. Anschließend war es für Tobias Nöppert als Clubobmann wohl spürbar eine Herzensangelegenheit, die Scheckenfamilie begrüßen zu dürfen. Dabei sagte er, dass Clubvergleichsschauen aller Rassen einen sehr hohen Stellenwert im Ausstellungsgeschehen hätten. Hier erfolge auch regelmäßig die Weichenstellung für die Weiterentwicklung von Rassen. Kaum ein anderer Club schaffe allerdings eine derartige Darstellung und regelmäßige Präsentation wie die Scheckenclubs im ZDRK. Den Blick richtete er auch auf immer schwieriger werdende Zeiten und appellierte zum freundschaftlichen Zusammenhalt in der Clubarbeit. Arbeitskreisleiter Thomas Schmitt ging zunächst auf die Widrigkeiten ein, mit denen in den letzten Jahren die Rassekaninchenzucht zu kämpfen hatte. Nach Corona seien es explodierende Kosten gewesen, die fast jede Veranstaltung mit einem Fragezeichen versehen hätten und so auch Planungen in die Zukunft nicht unterschätzt werden dürften. Deshalb müsse man hier und heute glücklich sein, dass die Veranstaltung schon im seit Jahrzehnten gepflegten Rahmen stattfinden könne. Zu diesem Rahmen gehöre auch die Tradition, an einen verdienten Scheckenzüchter den „Goldenen Schecken-Ehrenring“ zu verleihen. Diese Ehre wurde in diesem Jahr Joachim Bogner aus dem LV Baden zuteil. Mit Bedauern teilte der Arbeitskreisleiter mit, dass der zu Ehrende kurzfristig erkrankt sei und nicht anwesend sein könne. Deshalb nahm Clubvorsitzender Jan Hennig Andresen die Ehrung entgegen. In seiner Laudatio auf den Geehrten erinnerte Thomas Schmitt an Stationen des Wirkens unseres Zuchtfreundes: 1985 trat er in den Scheckenclub Baden ein. Schon 1992 gehörte er dem Organisationsteam zur Durchführung der Clubvergleichsschau in Pforzheim-Huchenfeld an. 1993 wurde er Vorsitzender des Scheckenclubs Baden und mit Gründung des Arbeitskreises deutscher Scheckenzüchter im Jahre 1995 wurde er Mitglied der Arbeitskreisleitung. Als „anpackender“ Züchter und Mann der ersten Stunden wirkte er an der Ausgestaltung des Handlungsrahmens mit. Maßgeblich hatte er die Idee zum  „Goldenen Schecken-Ehrenring“ und kreierte ein erstes Muster. Bis heute ist er für die Herstellung verantwortlich. Unter seiner Regie als Vorsitzender fand 2003 in Neuhausen die Clubvergleichsschau statt. 2007 endete seine Zeit als Vorstand, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt und war bis 2022 noch stellvertretender Vorsitzender. Von Anfang an züchtete Joachim Bogner Englische Schecken, blau-weiß, und erzielte auf allen Ebenen große Ausstellungserfolge. Auch wenn er in den letzten Jahren etwas kürzer trat, ist und bleibt er ein auch überregional sehr geschätzter Zuchtfreund, der sich über Jahrzehnte neben seinen züchterischen Erfolgen in vielen Funktionen für die Scheckenzucht in Baden und Deutschland verdient gemacht hat. Das Bild mit Joachim Bogner entstand 14 Tage nach der Schau auf der Lokalschau seines Heimatvereins in Neuhausen. Die Urkunde wurde dort vom Vorsitzenden des Scheckenclubs Baden übereicht.

 

Festabend im stilvollen Ambiente

 

Weil die Räumlichkeiten vor Ort zu klein waren, wich der Ausrichter für den Festabend auf einen nahegelegenen sehr stilvollen Landgasthof aus. Etwas mehr als 200 Züchterfreunde trafen sich zu ihrem alljährlichen Stelldichein, um in Feierlaune den Höhepunkt der Schau zu erleben. Ein hervorragendes abwechslungsreiches und reichhaltiges Buffet schuf die Grundlage für den Abend. Anschließend wurden in zwei Blöcken die Siegerehrungen für die erfolgreichsten Züchter und Clubs durchgeführt. Ein Alleinunterhalter begleitete den geselligen Abend. Leider sprang in diesem Jahr aber nicht so richtig der Funke über, so dass man zurückliegend schon fröhlichere, um nicht zu sagen ausgelassenere Stimmungen erlebt hat. Sicherlich muss man nicht auf den Stühlen stehen, um von einem tollen Abend zu sprechen, aber zu etwas mehr Schwung sollten sich auch „alte Hasen“ verleiten lassen. Dabei gilt es immer zu bedenken, dass eine Überregionale zumindest nach Auffassung des Berichterstatters etwas mehr sein sollte als „nur“ eine große Kaninchenausstellung und manche Partnerin fährt auch nur für dieses „Mehr“ mit.

 

Die Bestleistungen

 

Der wichtigste Wettbewerb, der Clubwettbewerb, wurde von den Zuchtfreunden aus Westfalen mit 1168,5 Pkt. gewonnen. Es folgten die Clubs aus Baden (1168), Rheinland (1167,5), Hannover (1166,5) und Bayern (1164,5). Auf die besten 6 Tiere eines Züchters werden die besten Gesamtleistungen vergeben. Mit der Traumpunktezahl von 585,5 erzielte diese Anne Feegers auf KlSch, schw-weiß, gefolgt von Jürgen Hansert (KLSch, schw-weiß, 584,5 Pkt.), Michael Löhr (ESch, schw-weiß, 584,5 Pkt.), Sebastian Billaux (KlSch, schw-weiß, 583,5 Pkt.) und Erik Büscher (ESch, schw-weiß, 583 Pkt.). Den besten Rammler der Schau stellte Jerome Caprasse (DRSch, schw-weiß, 98 Pkt.) und die beste Häsin hatte Franz-Josef Thelen (ESch, dreif., 98 Pkt.). Die Rassemeister und -sieger werden in der nun folgenden Rassekritik genannt.

 

Die Rassen in der Kritik

 

211 Deutsche Riesenschecken, schwarz-weiß, waren zahlenmäßig im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger vertreten. Man muss diese Zahl aber deutlich relativieren, denn einerseits standen im Vorjahr mit 297 Rassevertretern die meisten „Könige der Schecken“ seit über einem Jahrzehnt und andererseits war die Schau in Bayern. Hier und auch in den anderen südlichen Landesverbänden sind diese deutlich stärker vertreten als im übrigen Verbandsgebiet. Zudem standen in Königsmoos auch Tiere aus Südtirol und Österreich, die hier im Norden fehlten, so dass man mit 211 Tieren meines Erachtens sehr zufrieden sein durfte.

 

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48. Überregionale Scheckenclubvergleichsschau 7./8.10.2023

Größte Erfolge seit vielen Jahren für den Scheckenclub auf der „Überregionalen“ in Nienburg

 

Anne Feegers überragende Ausstellerin der Schau

 

Die diesjährige Überregionale fand vom 6. bis 8 Oktober 2023 in Nienburg an der Weser statt. Vom Club reisten wir mit 26 Züchtern nebst Partner an. Da sich auf dem Gelände der DEULA nicht nur die Ausstellungshalle, sondern auch eine Hotelanlage befand, war es eine Schau der kurzen Wege. Am Ankunftstag gingen bzw. fuhren wir in die Kreisstadt und fanden dort bei einem Griechen ein ausgezeichnetes Lokal zum Essen.

Der nächste Tag wurde natürlich anstrengend. Einige unserer Mitglieder hatten sich als Zuträger gemeldet, andere nahmen an einer Besichtigungsfahrt zu einer Sektkellerei teil. Detlef Beckers war als Obmann eingeteilt und nahm wie alle Preisrichter und Obleute die Ansage des Ausstellungsleiters Jens Jadischke beim Wort, dass es in den nächsten Stunden darum gehe, die besten und schönsten Schecken Deutschlands zu bewerten. Im Ergebnis wurde diese Ansage insofern umgesetzt, als dass nicht ganz so gute Tiere mit 94/95 bewertet wurden, sehr gute Tiere aber auch deutlich hervorgerufen wurden. Nach Auffassung des Berichterstatters ist das genau der richtige Weg, denn „Gleichmacherei“ hilft auf Dauer niemandem.

Der Rassereigen der 1.172 ausgestellten Punktschecken begann wie üblich mit den Deutschen Riesenschecken, schwarz-weiß. Frank Verhufen und Philipp Wawrzyniak-Kottig stellten je 5 Rassevertreter, wobei die Tiere des Erstgenannten mit 94,5 bis 95,5 recht schwach waren. Vor allem in der Kopfzeichnung zeigte unser Vorsitzender deutlich bessere Tiere, die mit 94,5 bis 96,5 Pkt. ins Ziel kamen, dennoch leider mit Blick auf die besten Zuchten noch viel Verbesserungspotential hatten. Dafür landeten unsere Kleinscheckenzüchter im schwarz-weißen Farbenschlag mit Erich Pries, Reiner Aust, Walter Willems und Anne Feegers einen „Volltreffer“. Mit drei 96,5ern war Erich Pries und vor allem Reiner Aust auf seiner ersten Überregionalen mit einem vorzüglichen 97,5er und weiteren sehr gut bewerteten Tieren sehr zufrieden. Walter Willems hatte wohl noch nie gleich zweimal die Traumnote von 97,5 und das mit zwei 15er Rumpfzeichnung und achtmal 15er Farbe. Doch das reichte trotz weiterer vier 96,5er nicht zu einem Podiumsplatz, den äußerst souverän und überlegen Anne Feegers erklomm. Mit zweimal 98 Pkt. und dreimal 97,5 Pkt. enteilte sie nicht nur der Rassekonkurrenz, sondern war mit 585,5 Pkt. auch die beste Ausstellerin der gesamten Schau. Die Rassemeisterschaft errang sie mit traumhaften 488,5 Pkt. und ihr Siegerrammler machte stolze 98 Pkt. Ihre Tiere waren „wie aus dem Ei gepellt“ und in allen Positionen aus einem Guss. Große Freude herrschte auch bei Reiner Aust über seine 5 Kleinschecken, blau-weiß. Bei seiner ersten Überregionalen wurde er mit 483 Pkt. 3. Rassemeister. Obwohl wie schon im Vorjahr auch die Englischen Schecken, schwarz-weiß, stark waren, verblassten die Ergebnisse nahezu im Vergleich zu den Kleinschecken. Die 8 Tiere von Werner Winkens konnten mit 6 x 96,5 und 1 x 97 Pkt. überzeugen und lagen damit knapp hinter dem Spitzentrio. Hierzu gehörte in diesem Jahr erstmals Franz-Josef Thelen, der 5 x 96,5 erzielte und sein überragendes Tier wurde mit 98 Pkt. Siegerrammler. Als 3. Rassemeister erzielte er 484 Pkt. Franz Josef Temme erzielte mit seinen 4 Tieren leider nur durchschnittliche Ergebnisse. Mit den Englischen Schecken, dreifarbig, hatte Franz-Josef Thelen noch ein zweites Ass im Ärmel. Deutlich und überlegen wurde er mit vorzüglichen 486 Pkt. 1. Rassemeister und sein bestes Tier, das mit je 19,5 in Form und Fell 98 Pkt. machte, wurde von den Preisrichtern zur Schausiegerin erkoren. Das wichtigste Ergebnis erzielten wir jedoch im Teamwettbewerb. Hier belegten wir hinter Westfalen und Baden seit vielen, vielen Jahren wieder erstmals einen vorderen Platz und wurden Dritter.

Diese großartigen Erfolge wurden natürlich auf den beiden Züchterabenden gebührend gefeiert, ebenso wie pünktlich zur Mitternachtsstunde den Geburtstag von Monika Pries.

 

Abschließend möchte sich der Scheckenclub Rheinland beim Ausrichter mit seiner doch sehr kleinen aber agilen Mannschaft für die souveräne Durchführung der Schau, die in Bezug auf Tierunterbringung, Bewertung und Bewirtung keinerlei Wünsche offen ließ, herzlich bedanken.

Werner Winkens

Katalog CVS 2023
48. Scheckenclub-Vergleichsschau Gesamtk[...]
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Clubmeisterschaft CVS 2023
48. Scheckenclub-Vergleichsschau Clubmei[...]
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